Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Montag, 22. Oktober 2012

STEPHAN LUDWIG: Zorn - Vom Lieben und Sterben (Rezension)


Genre:
Thriller / Krimi

Kurzbeschreibung:
"Die Hauptkommissare Zorn und Schröder ermitteln unter Hochdruck: zwei Morde in einer Woche, beides Jugendliche, kaltblütig getötet, förmlich hingerichtet. Beide Opfer gehörten derselben Clique an.
Schnell ist klar, dass hier jemand gezielt und durchdacht mordet, seine Opfer ganz genau auswählt, sie vielleicht sogar kennt. Als die beiden Kommissare endlich eine vage Spur haben, ist die Zeit bis zum nächsten Mord bereits abgelaufen. Die fieberhafte Jagd nach dem Täter bringt nicht nur Schröder an seine ganz persönlichen Grenzen."
 
(Klappentext)
Taschenbuch, 368 Seiten
Erschienen bei Fischer Verlage

Über den Autor:
"Stephan Ludwig, Jahrgang 1965, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Gaststättenbetreiber. Er lebt in Halle und hat sich als Rundfunkproduzent einen Namen gemacht. Beim Schreiben arbeitet er genau wie im Tonstudio: aus dem Bauch heraus. Krimis zu schreiben ist für ihn ein Glücksfall, dabei stellt er seine Ermittler Zorn und Schröder gerne vor echte Herausforderungen." (Quelle: www.fischerverlage.de)
  
Mein Fazit:
Wie soll ich beginnen? Vielleicht einfach mit einem großen "SUPER". Kurz gesagt, ich bin schlichtweg begeistert von diesem Buch.

Der nunmehr zweite Teil aus Stephan Ludwigs Zorn-Reihe. Wer bereits den ersten Teil gelesen hat, weiß in ungefähr, was ihn erwartet und doch wird er begeistert sein. Denn war der erste Teil Zorn - Tod und Regen schon ein sehr gutes Buch, hat sich der Autor mit der Fortsetzung nun noch einmal um ein Wesentliches gesteigert. Bleibt zu hoffen, dass sich dies auch in den weiteren Teilen so fortsetzt.

Das Tempo des vorliegenden Thrillers ist rasant. Bereits im prologartigen ersten Kapitel wird der Leser schonungslos in die Handlung eingeführt. Der Spannungsbogen ist sofort aufgebaut und die Spannung lässt im Verlauf des Buches kaum nach.
Im Gegenteil, mit jedem Kapitel taucht der Leser tiefer in die Handlung ein, welche der Autor geschickt um die einzelnen Protagonisten herum aufbaut. Dabei gibt es für den Leser immer wieder Verdachtsmomente, das "Ach-jetzt-weiß-ich´s-aber"-Aha-Erlebnis. Nur um im nächsten Moment über eine neue, völlig unerwartete Wendung zu stolpern, welche alle Gedanken an eine vorzeitige Auflösung des Falls wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen lässt. Kurz, die Story ist kaum vorhersehbar und es bleibt spannend bis zur letzten Seite.

Stephan Ludwigs Schreibstil ist in meinen Augen sehr angenehm. Immer deutlich, äußerst flüssig und ungemein bildhaft. Kopfkino auf höchstem Niveau!
Bleibt bei all der Bildhaftigkeit anzumerken, dass das Buch sicher nicht unbedingt etwas für Leser mit schwachem Gemüt ist. Die Thematik ist nicht ohne, wenn auch von Stephan Ludwig mit viel Fingerspitzengefühl angefasst und die Mordmethoden sind alles andere als "zartfühlend". Doch eigentlich ist es doch genau das, was wir von einem guten Thriller erwarten!

Auch der Aufbau der Figuren ist dem Autor gut gelungen. Der arbeitsscheue, dafür überaus egozentrische (Un-)Symphath Zorn, der kleine, dicke, äußerst penibel-fleißige Schröder, die junge aber toughe Staatsanwältin. Allen verleiht Stephan Ludwig in diesem zweiten Teil mehr Profil, die Figuren werden ausgebaut, bekommen mehr Tiefgang. Eine äußerst interessante Entwicklung. Auch hier bleibt also mit Spannung zu erwarten, wie diese im nächsten Teil weiter voranschreiten wird.

Was mein Fazit angeht, so halte ich es diesmal mit dem Aufkleber auf dem Buchdeckel:
Unbedingt lesen...!!!

Meine Bewertung:
*5 Sterne*


Weiteres von Stephan Ludwig




1 Kommentar:

  1. Schöner Blog :-)
    Der zweite Zorn-Band ist auch ganz oben auf meiner Wunschliste. Bisher hab ich nur Gutes darüber gelesen und Band 1 hat mir ausgesprochen gut gefallen. Und Deine Rezi macht so richtig Appetit darauf, sofort nach dem zweiten Band zu greifen.
    LG Gabi

    AntwortenLöschen