Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Sonntag, 30. Dezember 2012

Marko Leino: Wunder einer Winternacht - Die Weihnachtsgeschichte (Rezension)


(Quelle: Verlagsbild)

Ein Nachtrag zu Weihnachten...
Eigentlich ist es ja schon fast ein bisschen spät, für die Rezension eines Weihnachtsbuches. Doch ich habe - das Buch lädt geradezu dazu ein - das Buch als Adventskalender-Lektüre gelesen. Jeden Tag ein "Literatur-Türchen"... Somit war ich am 24. Dezember fertig und hier kommt nun die Rezension dazu. Als Anregung vielleicht für nächstes Jahr...   :-)

Da ich das Buch bereits Anfang Dezember als Leseempfehlung ausführlich vorgestellt habe, spare ich mir an dieser Stelle die Kurzbeschreibung, Angaben zum Autor etc..
Dies alles findet ihr in meiner Buchvorstellung: HIER 


Taschenbuch
Erschienen bei rororo / Rowohlt-Verlag
Roman, 288 Seiten, Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-499-24846-7
(auch als eBook & Hörbuch erhältlich)

 

Mein Fazit:

Laut Verlagstext erzählt Marko Leino in seinem Buch "DIE WAHRE GESCHICHTE VOM WEIHNACHTSMANN". Und wer weiß... Vielleicht stimmt es ja....


Das Buch behandelt auf wunderbar erzählte Weise die Lebensgeschichte vom kleinen, und später auch dem großen Nikolas und wie diese, seine Geschichte, Weihnachten für immer und die ganze Welt verändert hat. Doch zu viel soll an dieser Stelle davon gar nicht berichtet werden, denn es soll ja für jeden Leser weihnachtlich spannend bleiben. Um aber eins doch vorweg zu nehmen, durch Nikolas Lebensgeschichte erfahren wir, wer der Weihnachtsmann tatsächlich ist und wie es dazu kam, dass wir auch heute noch in aller Welt zu Weihnachten unsere Lieben mit Geschenken beglücken..... ääähm... Entschuldigung..... dass der Weihnachtsmann auch heute noch in aller Welt unsere Lieben mit Geschenken beglückt....  ;-)
Ob es tatsächlich so war - oder noch ist - das bleibt am Ende offen. Denn wie kann es anders sein, endet das "Wunder einer Winternacht" tatsächlich recht wundersam und lässt den Leser in einer weihnachtlich, berührten Stimmung zurück, ein wenig nachdenklich und mit der Frage im Kopf: "Gibt es ihn wirklich....?!?"
 
Dabei gelingt es dem Autor, den Leser durch eine wunderbare Mischung aus Spannung, winterlichem Weihnachtszauber, mal tragische, mal komische Momente, mal moralisch aber doch lebensfroh durch die Weihnachtszeit zu führen. Denn das Buch hat 24 Kapitel, die aber mit "Türchen" überschrieben sind und so eignet sich das Buch sehr gut als Adventskalender. Natürlich nur, wenn es dem Leser denn gelingt, sich an der ein oder anderen spannenden Stelle zu gedulden und das nächste "Türchen" eben tatsächlich erst am nächsten Tag zu öffnen.
Marko Leino schafft mit seinen 24 Türchen eine Geschichte, die durchaus eine Moral verkündet, dabei aber nicht plump mit dem erhobenen Zeigefinger daher kommt. Der tiefere Sinn der Geschichte dreht sich natürlich vor allem um das Geben und Nehmen, aber auch um andere Themen, wie Vertrauen, Lieben und Loslassen. Die Moral von der Geschichte erschließt sich einem durchaus beim Lesen, steckt aber mehr im Verborgenen und wird dem Leser nicht aufdringlich vor die Nase gehalten.
Die durchaus tragische Geschichte des kleinen Nikolas ist anrührend und beginnt zunächst sehr traurig, ohne den Leser aber in "tiefe Trauer" zu stürzen, ergibt sich doch immer auch eine positive Seite der Ereignisse in Nikolas Leben.
Und so bleibt die Geschichte anrührend, berührend, wird dabei aber doch nicht kitschig.
 
Besonders bemerkenswert ist vielleicht an dieser Stelle noch, wie gut es dem Autor gelingt, mit dem Zauber von Weihnachten und den weihnachtlichen Bräuchen zu spielen. Obwohl die Geschichte durchaus realistisch und als im wahren Leben durchaus vorstellbar rüberkommt, gleitet sie doch immer wieder auch an der ein oder anderen Stelle ab, in die magische Welt des wunderhaften, weihnachtlich Unerklärbaren. Doch immer auf eine Art, das sich der Leser mit einem wunderlichen Schmunzeln auf den Lippen fragt: "Könnte es vielleicht doch....?"
 
Bleibt unterm Strich also eine wunderbar verfasste, "magisch-realistische" Weihnachtsgeschichte die Groß und Klein verzaubert und in weihnachtliche Vorfreude versetzt, ohne weihnachts-kitschig daher zu kommen. Durchaus eine Geschichte, die, wenn auch kein Charles Dickens, das Zeug dazu hat, irgendwann vielleicht einmal ein "Weihnachts-Klassiker" zu werden.
 
FAZIT:
Unbedingt vormerken für die nächste Adventszeit! Oder jetzt noch lesen, solange noch Winter ist...  Frohe Weihnachten!!!  ;-)
*4½ Sterne*
 
Noch eine Anmerkung zum Schluss:
Für die ganz kleinen ist das Buch vielleicht nur bedingt geeignet, da es eben doch auch stellenweise recht traurig ist. Dabei beschäftigt sich die Geschichte - zwar auf wunderbare Weise und ohne allzusehr zu moralisieren - eben auch mit Themen wie Liebe, Tod, Trauer und Verlust. Wie oben schon erwähnt, ohne den Leser in "tiefe seelische Abgründe" zu stürzen. Doch wer also ganz kleine Kinder hat, sollte das Buch vielleicht vorher selbst lesen und dann entscheiden, ob es für seine Kinder schon geeignet ist.
 
 
Zur Leseprobe geht es HIER.
  
Die Geschichte wurde übrigens auch verfilmt: HIER


(Quelle: ksmfilm.de)
 
Den Film habe ich noch nicht gesehen. Das hebe ich mir dann vielleicht für die nächste Adventszeit auf. Ich werde gern danach darüber berichten.....  :-)


1 Kommentar:

  1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen