Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Samstag, 16. Februar 2013

MICHEAL CORDY: Das Wahrheits-Serum [Rezension]


Startschuss....
Mit "Das Wahrheits-Serum" habe ich meine beiden "Lese-Challenges" eröffnet und somit hier nun die erste Aufgabe für die Challenges erfüllt.....   :-)


Club-Ausgabe (vergriffen)

Genre:

Thriller

Kurzbeschreibung:

"Professor Carlo Bacci gelingt eine sensationelle Entdeckung: Er findet eine Droge, die wahre Liebe erzeugen kann. Von dem Gedanken besessen, seine Erfindung der ganzen Welt zugänglich zu machen, sucht er einen Finanzier. Er entschließt sich für eine renommierte Privatbank in der Schweiz, die sich im Besitz der Familie Kappel befindet. Doch der Seniorchef der Bank, Helmut Kappel, hat ganz andere Pläne mit Baccis Erfindung: Er sieht die Chance, sich mit der Droge jeden Menschen gefügig machen zu können."   (Quelle: Klappentext)

BestBook Club Ausgabe (ungek. Lizenzausgabe), 415 Seiten
Erschienen bei RM Buch und Medien Vertrieb GmbH
Deutschsprachige Erstausgabe erschienen im Heyne Verlag
(Im Handel vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich.)


Über den Autor:

"Michael Cordy war bis 1993 als Marketingleiter in einem englischen Konzern tätig, bis ihm mit „Das Nazareth-Gen“ auf Anhieb ein Bestseller gelang, der in über 25 Ländern erfolgreich war. Mit Mutation konnte er sich als einer der besten britischen Thrillerautoren etablieren. Michael Cordy lebt mit seiner Frau Jenny in London."
(Quelle: Autoren-Info Verlag)

Mein Fazit:

Das Thema ist interessant, die Kurzbeschreibung verspricht aber mehr, als das Buch letztendlich hergibt.  Insgesamt nicht schlecht, doch hätte man sicher mehr daraus machen können. Als ein Freund von Medizin- und Gen-Technik-Thrillern hätte ich mir von dem Buch etwas mehr erwartet. Trotzdem habe ich es mit Interesse gelesen.

Zunächst vielleicht ein paar Worte zum Titel. Der ist eher irreführend. Geht es um ein Serum? Definitiv ja. Woher sich allerdings der Titel "Wahrheits-Serum" ableitet, darauf habe ich auch am Ende des Buches keine Antwort gefunden. Der Autor wird sich etwas dabei gedacht haben, lautet schließlich auch der Titel der englischsprachigen Original-Ausgabe "True". Möglicherweise weil es bei dem Serum um die "wahre" Liebe geht. So wäre der Original-Titel nicht ganz so abwegig, der deutsche dafür dann aber umso "eckiger". Doch egal, ist der Titel auch irreführend gewählt, hat er im Endeffekt doch nicht wirklich einen Einfluss auf die Handlung der  Story. 

Die Story ist, wie eingangs schon erwähnt, wirklich interessanter Stoff, leider vom Autor aber  eher durchschnittlich umgesetzt. Das Buch ist keineswegs langweilig oder nicht lesenswert. Insgesamt liest es sich gut, könnte aber ein wenig mehr Tempo durchaus vertragen. 
Dabei beginnt das Buch sehr vielversprechend, mit einem äußerst rasanten Prolog, welcher innerhalb weniger Seiten gleich in einem schockierende Ende gipfelt. Auf nur wenigen Seiten ist der Leser sofort mittendrin, erwartet in den folgenden Kapiteln mehr von der schnell aufgebauten Spannung. Diese fällt jedoch leider ebenso schnell wieder ab. 
Nach dem mitreißenden Prolog wechselt der Autor Ort, Zeit und Personen. Er beginnt nun eher langsam seine Protagonisten vorzustellen und die einzelnen Figuren aufzubauen. Dabei wird es nicht langweilig, es geht "solide" voran, aber eben auch nicht mehr. Zwischendurch gewinnt die Handlung immer wieder an Spannung, welche sich aber eher zu immer wieder kurzen Gipfeln aufschwingt, um dann ebenso schnell auch wieder in den Durchschnittsbereich abzusinken. Erst auf den letzten etwa hundert Seiten nimmt das Buch so richtig Fahrt auf, bleibt dann auch spannend bis zum Schluss.

Die Protagonisten sind recht solide aufgebaut und haben in meinen Augen genau den richtigen Tiefgang. Was dem Autor gut gelingt, ist dem Leser auch die medizinisch-wissenschaftlichen Passagen verständlich näher zu bringen, ohne ihn zu langweilen. Obwohl Fiktion, klingt das Ganze auch für den Laien - oder vielleicht gerade für diesen - durchaus nachvollziehbar und glaubhaft. 
Ein weiterer guter Schachzug des Autors liegt sicher darin, den Leser in einen moralischen Zwiespalt zu bringen. So wird der Leser verführt mit einer der "bösen" Figuren zu sympathisieren und trotz all seiner Verbrechen mit ihm zu hoffen, dass es doch ein gutes Ende nimmt (mehr möchte ich hier lieber nicht verraten...)

So muss ich sagen, das Buch hat mir durchaus gefallen und eine Zeitverschwendung war es nicht. Unter einem "Page-Turner" verstehe ich allerdings etwas anderes....

FAZIT:
Für gute Durchschnitts-Lektüre gibt es von mir
*3½ Sterne*


1 Kommentar:

  1. Gut beschrieben. Aber schade, dass der dt. Titel nicht so gut ist.

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