Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Dienstag, 26. Februar 2013

ROBIN COOK: Virus [Rezension]


Nächste Etappe....
Mit "Virus" ist nun bereits die zweite Aufgabe für beide meiner "Lese-Challenges" erfüllt.....   :-)



(Bildquelle: Eigenes Foto)

Genre:

Thriller

Kurzbeschreibung:

"In den USA häufen sich mysteriöse Todesfälle, die Rede ist von einem aggressiven Virus. Der heimtückische Erreger lässt sich durch nichts aufhalten, er scheint gegen alle Mittel resistent. 
Dr. Marissa Blumenthal, Mitarbeiterin im Seuchenkontrollzentrum, wird mit der Erforschung des Falles betraut und sieht sich in Sekundenschnelle in der Verantwortung für die Sicherheit Amerikas. Kann Marissa die Welt vor der alles vernichtenden Seuche retten? Gibt es Gegenspieler, die den Kampf um Leben und Tod zu stören versuchen?
Ein Wettlauf ums Überleben"   (Quelle: Klappentext)

Weltbild Taschenbuch (genehmigte. Lizenzausgabe), 366 Seiten
(Im Handel vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich.)


Über den Autor:

"Robin Cook hat lange Jahre in der medizinischen Forschung und als HNO-Arzt gearbeitet. Inzwischen widmet er sich ganz dem Schreiben seiner Bestseller, von denen mehrere für das Fernsehen verfilmt wurden. 
Robin Cook sagt von sich, dass er die Leser mit seinen Medizin-Thrillern einerseits unterhalten will, andererseits möchte er auf die Gefahren aufmerksam machen, die die medizinische Forschung, aber auch die Praxis täglich mit sich bringen. Er lebt heute als freier Schriftsteller mit seiner Frau in Florida."
(Quelle: Autoren-Info Verlag blanvalet/Random House)

Mein Fazit:

Kurz gesagt?!?  Wow....!!!

Ein durch und durch gelungenes und vor allem extrem spannendes Buch. Okay, ich gebe zu, ich bin auch ein Fan von Viren- oder Gen-Technik-Thrillern. Robin Cooks "Virus" ist, wie der Name schon sagt, Ersteres. 

Ich kenne schon einige Bücher von Robin Cook und wie in den meisten seiner Bücher, fackelt der Autor nicht lange. Es geht von Anfang an gleich richtig los. In einem etwas längeren 13-seitigem Prolog führt er den Leser zunächst einmal zurück in die Vergangenheit und zeigt ihm, man könnte sagen schnell und effektiv, das ganze Ausmaß und das Grauen, dass hinter dem Virus steckt. 
So eingeführt, bringt er den Leser zurück in die Gegenwart. Na ja, fast.... für den heutigen Leser ist es nicht mehr so ganz gegenwärtig, denn es handelt sich um ein älteres Werk Cooks von 1987. Sagen wir also Cook bringt den Leser zurück in die "damalige Gegenwart" (was dem Buch aber keinen Abbruch tut, doch dazu ein bisschen weiter unten noch ein paar Sätze mehr). In dieser Gegenwart also wieder angekommen, nimmt sich der Autor dann einen Moment Zeit seine Protagonisten einzuführen. Aber nicht zu lang und schon geht es schnell wieder zur Sache. 

Kaum geht es so richtig wieder los, wird es auch schnell wieder spannend. Und auch hier hat sich der Autor geschickt einen kleinen "Griff in die Trickkiste" zu Nutze gemacht. Denn es bleibt nicht bei dieser "einen Art von Spannung".
Wie der Klappentext vermuten lässt, ist der Virus nicht der einzige böse Gegenspieler. Ich will nicht zu viel verraten, doch vielleicht so viel. Neben einer ziemlich üblen, unsichtbaren aber dennoch nicht weniger mächtigen und vor allem tödlichen Krankheit, sind im Hintergrund eben auch noch andere, wesentlich weniger subtile Mächte am Werk. 
Und so entwickelt sich in Robin Cooks "Virus" eine gekonntes Wechselspiel aus einer oft rasanten, vielleicht eher altbekannten, verbrecherischen "Gangster-Spannung" und einer viel subtileren, schleichenden Spannung, die dem Leser eben wie ein solch unsichtbarer Killer-Virus unter die Haut kriecht.

Der Schreibstil des Autors ist eingängig und hält den Leser in Atem. Das Buch weißt darum auch keinerlei Längen auf. Als ein kleines Manko ist vielleicht anzumerken, dass der gewiefte Leser schon bald einen Verdacht hat, wer mit zu den "Bösen" gehört. Doch da sich dies zwar vermuten ließ, aber bis kurz vor Schluss eben doch nicht so ganz sicher war, hat dies mein Lesevergnügen nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil, irgendwann wurde es spannend, weil ich natürlich wissen wollte, ob ich mit meiner Vermutung richtig lag.

Nun noch ein paar Worte zum Alter des Buches. Das mag der ein oder andere Zwiegespalten sehen. In meinen Augen hatte es aber einen gewissen Reiz. Denn das Buch ist wie bereits oben erwähnt, schon 1987 entstanden. Soll heißen, vor den Zeiten von Handys, Internet, Google und Co.! Auf den modernen Leser mag das Buch darum stellenweise etwas altbacken wirken. Kein Mega-Hightech, kein Ausspionieren über Webcams, keine Videotelefonie zwischen den einzelnen Akteuren. Dafür "gute alte Handarbeit", Telefonate vom Münzfernsprecher, Datenrecherche per Mikrofiche (Wer von euch weiß noch, was das ist???) etc.. Immer wieder ertappte ich mich bei Gedanken wie: `Mein Gott, warum ruft sie ihn denn nicht einfach übers Handy an?!?` Nur um dann recht schnell zu merken: `Ouups... ach ja, da war doch was....`.
Dieser kleine Schritt zurück in der Zeit machte das Buch auch interessant. Gut vielleicht nicht unbedingt für Freund von High-Tech-Thrillern, aber das muss ja nicht immer sein.

Alles in allem also ein wirklich gelungenes Buch. Und auch wenn es im Handel so nicht mehr erhältlich ist, gibt es bei den einschlägigen Online-Händlern (ja, wir sind eben doch wieder zurück im Jahr 2013 *smile*) genug gebrauchte Exemplare zu ergattern. Ich kann nur jedem ein 3-2-1-Schnäppchen oder ach-ihr-wisst-schon-wo-noch empfehlen. Es lohnt sich!


FAZIT:
Ein tolles Buch, für alle Fans von Thrillern und spannender Literatur. 
Für Viren-Thriller-Liebhaber.... Ein echtes HIGHLIGHT!!!
*4½ Sterne*

Weitere Informationen:

Das Buch wurde übrigens auch verfilmt. 

Laut Wikipedia wurde das Buch 1995 zunächst unter dem Titel "Robin Cook´s Virus" als TV-Produktion verfilmt. Später wurde die Produktion umbenannt in "Formula for Death". Der deutsche Titel lautet "Der Killervirus - In deinen Adern fließt der Tod". In den Hauptrollen waren Nicollette Sheridan und William Devane zu sehen.

Nicht zu verwechseln übrigens mit dem ebenfalls 1995 erschienenen Film "Outbreak - Lautlose Killer". Eine Verwechslung liegt nahe, da der Originaltitel von Cooks "Virus" tatsächlich ebenfalls "Outbreak" lautet. Trotz des gleichen Erscheinungsjahres, der Namensgleichung und großen Ähnlichkeiten in der Handlung haben die beiden Filme jedoch nichts miteinander zu tun.

Kommentare:

  1. Schöne Rezension. Das Buch hab ich vor Jahren auch mal gelesen, aber ich kann mich leider kaum noch an den Inhalt erinnern (ist eben doch schon ein wenig zu lange her). Ich glaube, das muss dann doch nochmal gelesen werden irgendwann ;) Gefallen hatte es mir damals aber auch, das weiß ich noch ;)

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    1. Na dann, auf geht´s!
      Auf jeden Fall noch mal viel Spaß dabei! :-D

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