Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Dienstag, 19. Februar 2013

VINCENT KLIESCH: Die Reinheit des Todes [Hörbuch-Rezension]


Bildquelle: audible.de
(Ungekürzter Download exklusiv für audible-Abonnenten.)

Genre:

Thriller
     

Kurzbeschreibung:

»Ein Serienmörder treibt in Berlin sein Unwesen. Sein drittes Opfer, eine ältere Dame, wird in einem weißen Leinenhemd aufgebahrt auf ihrem Esstisch gefunden. Spuren gibt es keine, denn die Wohnung ist klinisch rein geputzt - ein Alptraum für jeden Ermittler. Das LKA Berlin steht vor einem Rätsel und die letzte Hoffnung, den "Putzteufel-Mörder" zu finden, ruhen auf Julius Kern. Schon einmal konnte er einen grausamen Massenmörder fassen. Doch Kern ist damals daran fast zerbrochen und beim aktuellen Fall führen alle Spuren scheinbar ins Leere. Während er nur langsam zu seiner alten Form zurückfindet, hat sein Gegner bereits das nächste Opfer im Visier und Kern muss erkennen, dass er den Mörder nur mit Hilfe des Mannes fassen kann, den er in seinem Leben nie mehr wiedersehen wollte...

"Die Reinheit des Todes" ist der erste Roman aus der Thriller-Reihe um den Ermittler Julius Kern.«
(Quelle: audible.de)

Ungekürzte Hörbuchfassung
Sprecher: Uve Teschner
Laufzeit: 08h 30min
Erschienen bei Audible GmbH
Auch erhältlich als Taschenbuch & eBook (Blanvalet Taschenbuch Verlag).

Über den Autor:

"Vincent Kliesch wurde in Berlin geboren. Nach dem Abitur machte er eine Ausbildung zum Restaurantfachmann und arbeitete danach mehrere Jahre in der Gastronomie. Dabei entstand auch die Idee zu seinem ersten Thriller Die Reinheit des Todes, der auf Anhieb zu einem großen Erfolg wurde. Wenn Vincent Kliesch nicht schreibt, steht er als Moderator und Stand-Up-Comedian auf der Bühne. Der Filmpark Babelsberg, in dem er täglich das Publikum unterhält, sowie der legendäre Quatsch Comedy Club sind nur zwei Stationen seiner Laufbahn als Entertainer."    (Quelle: Blanvalet Verlag)

Mittlerweile gibt es mit 'Der Todeszauberer' und 'Der Prophet des Todes' zwei weitere Fälle für Julius Kern. 
Voraussichtlich im Juli 2013 wird Klieschs viertes Buch 'Bis in den Tod hinein' erscheinen. So wie es aussieht, wird hier allerdings ein anderer Kommissar ermitteln.

Über den Sprecher:

Uve Teschner ist professioneller Hörbuchsprecher und Erzähler. Darüber hinaus studierte er Musik und ist ausgebildet in Musik und Gesang.
Ausführliche Informationen finden sich auf seiner Homepage.

Hör- und Leseprobe:

Zur Hörprobe bei audible.de geht es HIER
Die Leseprobe im Blanvalet Taschenbuch Verlag: HIER 

Video-Trailer

Zum Hörbuch gibt es auch einen Video-Trailer bei audible.de.
HIER ansehen.

Mein Fazit:

Hmmmm.... Wie sag ich das jetzt?!? Ich fand´s unsäglich laaaaang! Obwohl´s laufzeitmäßig ja eigentlich ein Klacks hätte sein müssen.....
Okay, das meine erste (ziemlich unqualifizierte) Aussage zum endlich ausgehörten Buch. Schaut man sich die Bewertungen zum Buch bei Amazon an, wirkt mein Eindruck eigentlich umso unverständlicher. Durchschnittliche Bewertung 4 Sterne bei immerhin 121 Bewertungen. Die Hörer des Hörbuchs haben das Buch bei audible.de sogar mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4½ Sternen bedacht (bei sogar 131 Bewertungen).

Aber was soll ich sagen? Ich kann die Begeisterung, die um dieses Buch gemacht wird nicht teilen. MIR hat´s nicht gefallen!!! Ich glaube allein die Tatsache, dass ich über fünf Monate (!) gebraucht habe, um das Buch zu Ende zu hören, sagt mehr als genug...... 

Aber vielleicht noch mal etwas genauer....
Das Buch könnte eigentlich ein super Knaller sein, denn die Story an sich ist ja nicht schlecht. Da steckt durchaus Potential drin. Leider hat der Autor dieses - zumindest in meinen Augen - nicht auch nur im geringsten ausgeschöpft. Die Handlung ist zäh, zieht sich durch das Buch so dahin und will und will einfach nicht so richtig zünden. Zwei Handlungsstränge, einer aktuell, einer schon einige Jahre zurückliegend laufen immer wieder nebeneinander her, so richtig scheint sich das Ganze auch nicht wirklich zusammenfügen zu wollen. Dazu kommt die ein oder andere weitere Rückblende in eine noch viel früher gelegene Zeit, in die Kindheit eines der Protagonisten. Doch leider wird es auch dadurch nicht viel interessanter.
Am Ende werden die einzelnen Handlungsstränge dann mehr oder weniger schlüssig miteinander verwoben. Es wirkt ein wenig gekünstelt und ist für mich nur teilweise nachvollziehbar. Das mag möglicherweise aber auch daran liegen, dass ich (ganz gegen meine sonstigen Gewohnheiten) so lange für das Buch gebraucht und zwischendurch bestimmte Passagen schon gar nicht mehr so ganz erinnert habe. Ob es bei schnellerem Durchhören interessanter gewesen wäre....? Man vermag zu zweifeln, aber wer weiß....

Die einzelnen Figuren sind dafür hingegen gut aufgebaut. Zu gut, für meinen Geschmack, auch hier wiederum, denn die Beschreibung der einzelnen Protagonisten, der Versuch ihnen Tiefgang zu verleihen, wirkt an vielen Stellen langatmig. Die einzelnen Charaktere bekommen dadurch zwar jede Menge Tiefgang, meines Erachtens nach aber eben soviel, dass es das Buch mehr und mehr in die Länge zieht. Ich denke, der Grundsatz 'weniger ist manchmal mehr' hätte dem Buch in dieser Beziehung sicher nicht geschadet.

Der Sprecher macht seine Sache ebenfalls leidlich gut. Man kann nicht sagen, dass Uve Teschner das Buch schlecht eingelesen habe, doch an seine sonstigen Leistungen (ich kenne auch andere von ihm gesprochenen Lesungen) reicht er hier nicht heran. Über weite Strecken wirkt die Lesung monoton getragen, man merkt bei weitem nicht so viel von seiner stimmlichen Vielfalt, wie das bei anderen Büchern der Fall ist.

Zum guten Schluss bleibt mir also noch Punkte zu verteilen. Hier bin ich mit 2 Punkten sogar schon recht großzügig. Einen davon gibt es für die Story, aus der durchaus mehr hätte werden können, den zweiten für die zwar eher leidliche, aber dennoch "tapfere" Lesung von Uve Teschner.

FAZIT:
Man soll ja nie "nie" sagen, aber ich denke, das war wohl nicht nur mein erster sondern höchstwahrscheinlich auch mein letzter Kliesch.... 
Dafür immerhin noch ziemlich gut gemeinte

*2 Sterne*


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