Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Freitag, 29. März 2013

DOUGLAS PRESTON & LINCOLN CHILD: Relic - Museum der Angst [Hörbuch-Rezension]


Aus meiner Reihe:
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(Bildquelle: audible.de)
Ungekürzt nur im Download bei audible erhältlich.

Genre:

Thriller


Kurzbeschreibung:

"Im Museum of Natural History in New York findet man zwei grausam zugerichtete Leichen. Da man kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung steht, will die Museumsleitung nicht viel Aufhebens um die beiden Toten machen. Doch dann werden weitere verstümmelte Leichen entdeckt, die immer von einem seltsamen Gestank begleitet werden...

Relic - Museum der Angst ist eine Mischung aus Krimi, Science Fiction und Horror, ein Buch, das man nicht lesen sollte, wenn man zu Angst in der Dunkelheit neigt. Mit anderen Worten: Es ist nichts für schwache Nerven. Denn den Autoren ist es gelungen, die drei Genres geschickt miteinander zu einem Mysterythriller zu verknüpfen.

Relic ist der Auftakt zur [...] Mysterythrillerserie. 2007 erscheinen in Kooperation mit Lübbe Audio alle Abenteuer von Special Agent Pendergast und Lieutenant Vincent D'Agosta als ungekürzte Lesung."
(Quelle: Kurzinfo audible-Produktseite)

Ungekürzte Hörbuchfassung
Sprecher: Thomas Piper
Laufzeit: 17h 00min
Erschienen bei Audible GmbH
Erhältlich als:
- Taschenbuch
- gekürzte Hörbuchfassung (CD & Download)
- ungekürzte Hörbüchfassung (Download)
- eBook

Über die Autoren:

"Douglas Preston ist, wie an den Themen seiner Thriller und Sachbücher zu erkennen ist, ein vielseitig interessierter Autor. Während seines Studiums beschäftigte er sich u.a. mit Biologie, Mathematik, Anthropologie und machte seinen Abschluss in englischer Literatur, die er auch zeitweise an der Universität Princeton lehrte. Nach dem Studium arbeitete er für das American Museum of Natural History in New York als Redakteur und Autor.
Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung seines ersten Buches über das Museum lernte er Lincoln Child kennen. Bei einem nächtlichen Rundgang durch das Museum hatten sie den Einfall für den Thriller »Das Relikt«, dem das Autorenduo sehr erfolgreich weitere gemeinsame Spannungsromane mit wissenschaftlichen Hintergrund folgen ließ. Rasch stiegen die ausgefuchsten Erzähler aufsehenerregender Plots zu den bekanntesten Autoren des Thrillergenres auf. 
Douglas Preston, Jahrgang 1956, findet neben der Zusammenarbeit mit Lincoln Child regelmäßig Zeit für eigene Buchprojekte und die Publikation von Beiträgen für The New York Magazine oder National Geographic. Historische und wissenschaftliche Recherchen, die Verwendung realer Begebenheiten und deren Zuspitzung in erfundenen Geschichten sind die geschätzten Grundzutaten des Erfolgsrezepts von Douglas Preston. [...] "

"Der im Jahr 1957 geborene US-amerikanische Erfolgsautor Lincoln Child kam in Connecticut auf die Welt. Seit seiner frühen Kindheit verfasste er erste Kurzgeschichten. Er studierte englische Literatur und machte am Carleton College in Minnesota seinen Abschluss. Da sich Lincoln Child schon früh für Gruselgeschichten interessierte, brachte er während seiner Lektorentätigkeit bei der St. Martin's Press seine erste Anthologie in diesem Genre heraus. Er verließ die Branche, um als Programmierer und später Analytiker bei einer großen Firma zu arbeiten. Das war die Zeit, in der er Douglas Preston kennen lernte [...] und sie schrieben den Thriller »Das Relikt«. Der Roman geriet sofort zum internationalen Bestseller. Über eine Million Bücher wurden allein in den USA bis heute verkauft. Ein Jahr später wurde »Das Relikt« bereits verfilmt. Eine große Erfolgsserie begann. [...] Doch auch seine Soloprojekte wie z.B. »Nullpunkt« oder »Wächter der Tiefe« wurden von den Fans sehr gut angenommen. [...] Lincoln Child lebt mit seiner Familie in New Jersey."
(Quelle: Audible-Autoren-Info

Zur offiziellen Homepage (engl.) des Autoren-Duos geht es HIER

Über den Sprecher:

"Der Schauspieler Thomas Piper, geboren 1941 in Berlin, lieh seine markante Reibeisenstimme Nick Nolte, Harvey Fierstein und Tony Danza. Neben seiner Arbeit für Film und TV ist er als Musiker tätig." 
Gut bekannt ist er sicherlich den meisten auch als die deutsche Stimme des pelzigen Außerirdischen "Alf".
(Quelle: audible.de)

Hörprobe:

Zur Hörprobe bei audible.de geht es HIER.


Trailer zum Hörbuch:

Zum Video-Trailer direkt bei audible.de geht es HIER.

Mein Fazit:

Gänsehaut... 
...die allerdings zunächst etwas auf sich warten lässt! 
Ich war zu Beginn eigentlich eher skeptisch. Normalerweise bin ich kein Fan von Thrillern in denen rätselhafte (Fantasy-)Kreaturen ihr Unwesen treiben. Als ich aber (damals) von der bei audible.de geplanten Preston-Child-Serie erfuhr, entschied ich mich doch dafür. Mein Hauptinteresse lag zwar weniger auf »Relic« und »Attic« sondern vor allem das dritte und vierte Buch interessierten mich. Doch eine Serie soll man ja auch nicht mittendrin beginnen... 

Aber nun zu Relic: Ich war positiv überrascht. Nachdem ich es zu Ende gehört hatte, war ich doch begeistert. Und das, obwohl ich zu Beginn des Buches doch eher enttäuscht war. 
Die Handlung kommt nur sehr langsam und zähflüssig in Gang und zu Anfang ist alles auch irgendwie ziemlich verworren. Nichts scheint so richtig zum anderen zu passen. Der Beginn ist also eher nicht so der Hit und ich habe (eigentlich für mich völlig untypisch) viele Hörpausen eingelegt. Das änderte sich jedoch, nachdem ich mich durch das erste Viertel „gequält“ hatte. Danach begann es doch noch spannend zu werden. Das Buch zog mich langsam mehr und mehr in seinen Bann, bis ich dann im letzten Drittel den iPod nur noch schweren Herzens aus der Hand legen konnte. 

Abgesehen vom Anfang verstehen es die Autoren Preston und Child ein äußerst lebendiges, ja oft nervenzerreißendes „Kino im Kopf“ entstehen zu lassen. Der Leser fiebert mit den Helden des Buches, erlebt die Angst vor dem Unbekannten und verflucht die „Bösen“, die natürlich mal wieder auf die Guten nicht hören wollen. 

An der Lesung gibt es nichts zu mäkeln. Thomas Piper setzt den Stoff hervorragend um, schafft Atmosphäre und verleiht jeder Figur einen unverwechselbaren Charakter. 
Einzig etwas gewöhnungsbedürftig: Wer früher „Alf“ im Fernsehen gesehen hat, hat zu Beginn des Buches ständig dessen Bild als "lesendes Pelzknäuel" im Kopf. Aber das gibt sich nach einer Weile. 

FAZIT:
Alles in allem ein ziemlich gutes Buch. Ich habe allerdings auch schon bessere gelesen. Darum nicht ganz die volle Punktzahl.
*4 Sterne*


Die komplette Agent Pendergast-Reihe:

Das erfolgreiche Autoren-Duo war nicht untätig. Mittlerweile ermittelt Special-Agent Pendergast in einer Reihe von weiteren Büchern. Zwölf Fälle darf er bis zum heutigen Tag "sein Eigen" nennen:
  • Relic - Museum der Angst (1994)
  • Attic - Gefahr aus der Tiefe (1997)
  • Formula - Tunnel des Grauens (2002)
  • Ritual - Höhle des Schreckens (2003)
  • Burn Case - Geruch des Teufels (2004)
  • Dark Secret - Mörderische Jagd (2005)
  • Maniac - Fluch der Vergangenheit (2006)
  • Darkness - Wettlauf mit der Zeit (2007)
  • Cult - Spiel der Toten (2009)
  • Fever - Schatten der Vergangenheit (2010)
  • Revenge - Eiskalte Täuschung (2011)
  • Fear - Grab des Schreckens (2012)
Mit Ausnahme (bisher?) des neuesten Bandes sind alle Titel der Reihe bei audible.de im Download erhältlich.

(Die Angaben zu den Erscheinungsdaten sind der Homepage krimi-couch.de entnommen und ohne Gewähr.)




Kommentare:

  1. Hach ich bin ein Presten/Child-Fan! Mein Lieblingsbuch von denen (Riptide) gehört zwar nicht zur Pendergast-Reihe, aber auch die mag ich sehr gerne. Noch lieber mag ich aber die Bücher von Douglas´ großem Bruder Richard Preston, Hot Zone hat mich zum Wissenschafts-Thriller-Fan werden lassen und Cobra gehört zu meinen Favoriten.
    Liebe Grüße,
    Melanie

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    1. Hallo Melanie!
      Ja, von "Riptide" habe ich auch schon oft gehört oder gelesen, bin aber bisher irgendwie noch nie dazu gekommen, es zu lesen.
      Ein richtig gutes Buch von den beiden ist auch "Mount Dragon". Ebenfalls ein Buch außerhalb der Pendergast-Reihe, aber ein absolutes Highlight.

      "Hot Zone" von Richard Preston kenne ich auch. Ist aber sicher fast zwanzig Jahre her, dass ich´s gelesen hab. War aber auch ein super spannendes Buch, so viel weiß ich noch!

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    2. "Mount Dragon" war, glaub ich, mein erstes Buch von Preston/Child. Hab ziemlich viele gelesen, auch die, die sie einzeln geschrieben haben. Diese Art von Thrillern mag ich einfach gerne.
      Liebe Grüße,
      Melanie

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