Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Sonntag, 19. Mai 2013

INTERVIEW mit Autorin Annette Eickert ♦ YNSANTER-BLOGTOUR 2013



Autorin Annette Eickert im Interview
Unterwegs mit Annette auf ihrer
»YNSANTER BLOGTOUR 2013«


Zum Start des zweiten Teils ihrer »YNSANTER«-Saga ist die Autorin Annette Eickert derzeit unterwegs auf Blog-Tour. Und so freue ich mich, dass Annette heute auch auf Tom´s Lesewelten vorbeischaut und uns für ein kleines Interview zur Verfügung steht!

Für alle, die Annette Eickert noch nicht kennen, werde ich sie zunächst noch einmal kurz vorstellen, bevor ich euch dann nicht länger auf die Folter spannen möchte, denn Annette hat mir im Interview natürlich noch viel mehr von sich und ihren Büchern erzählt....  
Die einzelnen Bücher werde ich euch hier nicht vorstellen, denn dies ist ja bereits auf anderen "Etappen" der Blogtour geschehen. Ein Klick auf das Programm führt euch übrigens zu Annettes Blogtour-Seite, wo ihr auch die Links zu allen anderen Stationen der Blogtour findet.



Ach ja, und nicht zu vergessen, am Ende dieses Beitrages erwartet euch natürlich auch noch eine kleine Überraschung. Denn bei der Blogtour gibt es nicht nur viele interessante Infos,  sondern auch ordentlich was zu gewinnen!


Und nun will ich euch nicht länger warten lassen. Doch bevor Annette euch im Interview Frage und Antwort steht, hier noch einmal Annette im Kurz-Portrait: 


Die Autorin Annette Eickert wurde im September 1978 in Worms am Rhein geboren, wo sie auch aufwuchs, zur Schule ging und bis heute lebt - gemeinsam mit ihren „sechs frechen Wellensittichen“, wie sie selber sagt. 

Nach dem erfolgreichen Schulabschluss absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Arzthelferin, stellte jedoch schnell fest, dass ihr der berufliche Sinn noch nach etwas anderem stand. So schloss sie der Arzthelferin noch eine weitere Ausbildung für den Beruf der Bürokauffrau an. 



Im Sommer 2005 ereignete sich eine entscheidende Wende in Annette Eickerts Leben. Sie erkrankte und die Diagnose Multiple Sklerose traf sie unverhofft. Die lebensfrohe junge Frau ließ sich jedoch nicht unterkriegen. Heute hat sie gelernt, mit ihrer Erkrankung zu leben. 
Angeregt von ihrer Leidenschaft für das Lesen, insbesondere von Fantasy-Geschichten, und ihrem neu entdeckten Hobby, den Rollenspielen, begann Annette Eickert mit dem Schreiben. Zunächst brachte sie ihre Fantasiewelten in Fanfiction zu Papier. Von dort war der Weg zu Kurzgeschichten und schließlich dem ersten „richtigen“ Roman nicht mehr weit. 

Heute hat sie bereits mehrere Bücher veröffentlicht, bewegt sich dabei hauptsächlich im Fantasy-Genre, hat ihre Fühler aber auch schon in andere Gefilde ausgestreckt, wie z.B. ins Thriller-Genre. 
Unter dem Pseudonym Isabelle Callaghan veröffentlicht sie außerdem derzeit ihre ersten Gay-Short-Stories. 
Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin ist Annette Eickert auch noch in anderen Bereichen kreativ. Für Verlage, aber auch für andere Autoren, entwirft sie nebenberuflich Buch-Cover. Daneben engagiert sie sich außerdem ehrenamtlich für die „Wormser Tafeln“. 

Seit dem 01. Mai 2013 ist der 2. Teil von Annette Eickerts Ynsanter-Saga „Ynsanter (2) – Pfade des Feuers“ in den Buchhandlungen zu haben.


Viele weitere interessante Infos über Annette findet ihr natürlich auch hier auf ihrer Homepage:



Im Interview hatte die junge Autorin dann natürlich noch einiges mehr von sich zu erzählen: 

Hallo Annette, zuerst einmal ganz lieben Dank, dass du dich für das Interview zur Verfügung stellst. Vielleicht möchtest du dich den Lesern zuerst noch mal kurz vorstellen? 
Sicher gibt es einiges über dich zu erfahren, dass wir aus dem obigen Autoren-Portrait noch nicht wissen? 
Vielen Dank, Thomas, für deine Vorstellung am Anfang des Interviews. 
Wie ihr alle schon oben entnehmen konntet, habe ich meine Liebe zur Fantasy eigentlich schon sehr früh entdeckt und ein Buch nach dem anderen verschlungen. Bis zu dem Tag, als ich den großen Schritt wagte, meine Geschichten auch einem größeren Publikum vorzustellen. Aber nicht nur das Schreib- und Lesefieber hatte mich gepackt, sondern auch die Gestaltung von Bildern. Es sind aber mehr als nur einfache Bilder. Ich kann stundenlang in meinem Grafikprogramm versinken und am Ende kommen dann Wallpaper oder Buchcover zum Vorschein. 
Zuerst habe ich nur für meine eigenen Bücher Cover kreiert, doch nach einem Gespräch mit einer Autorenkollegin, habe ich angefangen auch die Cover für ihre Bücher zu entwerfen. Schließlich kam eines zum anderen und inzwischen gestalte ich regelmäßig Büchercover für einen Verlag. Es macht mir riesigen Spaß.
Wenn ich einfach mal abschalten möchte, dann spiele ich sehr gerne PC-Rollenspiele oder besuche meinen süßen kleinen Patenhund "Lucky". Ich gehe auch sehr gerne ins Kino. Aber die meiste Zeit verbringe ich mit meinen Geschichten. Das sind meine Babys ;-)


Auf deiner Blog-Tour dreht sich ja alles in erster Linie um deine „Ynsanter-Saga“. Erzähl doch noch mal kurz, für die Leser, die nicht so im Fantasy-Genre zu Hause sind, worum es in der „Ynsanter“-Reihe geht.
In erster Linie dreht sich alles um Macht … die Macht des Götterschwertes Ynsanter zu besitzen.
Einst war das Schwert das Herrschersymbol für das Volk der Raukarii. Doch der Feuergott, der Ynsanter erschuf, hatte ganz andere Pläne damit. Schließlich hatte er Ynsanter durch einen seiner treusten Raukariidiener fortbringen lassen und seitdem ist es spurlos verschwunden.
Machtgierige Raukarii sind selbst nach über 2000 Jahren immer noch auf der Suche nach Ynsanter und gleichzeitig sehr unzufrieden mit der Situation in ihrem Land. Unter der Führung der verbannten Priestertochter Tallex wächst der Unmut unter den Raukarii. Sie entschließt sich gegen ihren eigenen Vater und gegen das Volk, welches hinter ihrem Vater und dem Feuergott steht, Krieg zu führen. Sie will ihr eigenes Reich mit eigenen Regeln gestalten. Aber nicht nur das. Sie will auch Ynsanter ganz für sich alleine. So verbündet sie sich kurzerhand mit dem gefährlichen Zirkel der Nekromanten, um ihre Ziele zu verwirklichen.
Auf der Gegenseite befindet sich Zevenaar mit seinen Kriegern. Er hat den jungen Krieger Norion dazu auserkoren mit Hilfe von Freunden das Schwert Ynsanter zu finden und ihm zurückzubringen. Er selbst kann und darf Ynsanter nicht alleine suchen, weil er einst einen Schwur vor seiner Mutter ablegte, mit der Waffe niemand mehr zu töten. Doch genau das muss er, wenn er Tallex und die Nekromanten und ihren Bürgerkrieg aufhalten will. Somit ist er auf die Hilfe von Norion angewiesen. Ihm zur Seite steht sein Mentor Neferrilion, ein treuer Diener Zevenaars. Ebenso eine handvoll guter Kämpfer und ein Drache.

Wenn man nun denkt, das klingt wie eine klassische „Gut-gegen-Böse-Geschichte“, da kann ich euch sagen, genau das ist sie nicht. Der Leser kann sich auf ein paar sehr überraschende Wendungen gefasst machen. Und die „Guten“ sind nicht immer „gut“, wie die „Bösen“ nicht immer „böse“ sind.


Gerade ist der zweite Teil von „Ynsanter – Pfade des Feuers“ in die Buchhandlungen gekommen. Wie waren die Reaktionen? Bist du zufrieden? 
Bisher bin ich ganz zufrieden. Da es ja erst ungefähr zwei Wochen her ist, dass der zweite Band erschien, kann ich noch nicht so viel dazu sagen.
Aber was mich ganz besonders freut ist das große Interesse an der zurzeit stattfindenden Leserunde und die Möglichkeit bei mir eine signierte Erstausgabe zu bestellen. Das gilt übrigens für alle meine Bücher ;-) 

Wie bist du auf die Idee zu „Ynsanter“ gekommen? Woher nimmst du die Ideen für deine Figuren und wie kommst du zu den ja doch ungewöhnlichen Fantasy-Namen? 
Die Idee war plötzlich einfach da. Ich kann es selbst nicht richtig erklären. Aber zuvor hatte ich in einem Lesemarathon die Bücher von den „Forgotten Realms“ und „Drachenlanze“ verschlungen. Schon beim Lesen kamen mir einige Ideen und dann war Ynsanter plötzlich geboren. Zuerst nur der Anfang, der Rest der Geschichte hat sich während des Schreibens von ganz alleine entwickelt. Ebenso auch die Figuren. Wenn ich heute noch auf meine Notizen schaue und dann im Buch herumblättere, passt gar nichts mehr zusammen, denn die Geschichte hat einfach ihr Eigenleben geführt und das tut sie auch immer noch.
Ein paar Ideen stammen von Dokumentationen, die ich während des gesamten Schreibprozesses geschaut hatte. Dazu muss ich sagen, mir kommen oft Einfälle, wenn ich mir Dokumentationen ansehe, egal ob es um Tiere, den Weltraum oder um Geschichte und Politik geht. Sie sind für mich die besten Ideengeber.  ;-)

Die ungewöhnlichen Namen in Ynsanter waren anfänglich nicht einfach für mich. Ich saß stundenlang da und habe überlegt, Buchstabe an Buchstabe gereiht, wieder durchgestrichen und neu zusammengesetzt. Erst als ich die Landkarte fertig hatte, hatte ich auch die Namen für die Charaktere. Auch wenn die Namen für einige sehr seltsam klingen, aber genau das mag ich so an Fantasy-Geschichten. Horst, Hans oder Peter heißt fast jeder in einem Buch, welches in der Neuzeit spielt, aber Norion, Neferrilion und Hytaas machen die Geschichte zu etwas ganz Neuem. 

Nun ist der neue Teil der „Ynsanter-Saga“ ja gerade erst erschienen. Kannst du trotzdem schon verraten, wie es wohl im nächsten Part weitergehen wird? 
Das kann ich … und der Bürgerkrieg ist nicht aufzuhalten. Die Hauptstadt der Raukarii wird von Tallex und dem Nekromantenzirkel belagert werden. Das heißt aber auch, alle treuen Zevenaar-Anhänger sitzen in der Falle. Aber tun sie das wirklich? *zwinker*
Norions Reise in den hohen Norden, wo Ynsanter sich befinden soll, wird von ein paar tragischen Ereignissen überschattet. Dazu möchte ich aber nicht so viel verraten. Doch ich kann so viel sagen… die Leser werden wahrscheinlich mit allem rechnen, aber nicht mit dieser Wendung der Geschichte.
Was ich verraten kann, es wird ein Wiedersehen mit zwei Charakteren aus dem ersten Teil geben. Naynre und Iorel haben nicht nur den Einbruch bei der Hexenmeisterin überlebt, sondern auch den Angriff auf die Hafenstadt. Ihr dürft also gespannt sein.
Und für alle Nezzir-Fans … ihr werdet auch wieder voll und ganz auf eure Kosten kommen. 

Hast du eine Idee, wie viele Teile es geben wird? Oder ist das völlig offen? 
Bisher geschrieben sind drei Teile. Die ersten beiden wurden ja schon veröffentlicht. Den dritten Teil werde ich in den nächsten Monaten noch einmal überarbeiten, dann geht er direkt zum Verlag. Nur kann ich jetzt noch nicht sagen, ob er in einem Buch veröffentlicht wird, oder man ihn teilen wird. Das weiß ich erst, wenn es soweit ist. Auf jeden Fall geht es weiter und eine Idee für einen vierten Teil gibt es auch schon. 

Autorin Annette Eickert
Verarbeitest du in deinen Büchern auch Bezüge zur „realen“ Welt oder ist in deinen Geschichten alles Phantasie? 
In meinen Büchern herrscht eigentlich die Phantasie vor. Aber es gab auch schon Szenen und es wird Szenen in meinen kommenden Geschichten geben, die einige Probleme aus unserer Welt angesprochen haben und ansprechen werden. 

Für viele Menschen ist Fantasy etwas völlig Fremdes. Was genau ist es, das dich so sehr am Fantasy-Genre fasziniert. 
Es ist das Eintauchen in andere Welten, weitab von den Problemen der Menschheit und den Alltagsproblemen. Einfach etwas ganz anderes erleben und dann die eigene Fantasie auf die Reise schicken. Im Genre Fantasy hat man so viele Möglichkeiten, u. a. die Magie oder man kann Figuren durch einen Heiltrank wieder gesund machen. Die Grenzen sind einfach anders und vor allem sehr vielseitig. 

Neben deinen Büchern im Bereich Fantasy hast du bereits auch einen Thriller geschrieben. Was hat dich in das Thriller-Genre geführt? 
Die Idee entstammt von einer Harry Potter-Fanfiction, die ich einmal geschrieben hatte. Ich habe quasi Blut geleckt, was das Genre Thriller betrifft. Ich selbst lese sehr gerne Thriller oder schaue sie mir im Fernsehen oder Kino an. Es geht einfach rasanter und mysteriöser zu. Man muss mitdenken und kann selbst raten. Und genau das alles zusammen hat mich dann gepackt und ich habe es in einer Neuauflage unter dem Titel »Sträflingskarneval« aufgeschrieben. 
Vor allem kann man auch einmal eine Gangart höher schalten und muss nicht immer brav und sittsam sein. *lach* Denn ich z. B.  mag nun mal keine reinen Liebesgeschichten. Ich brauche immer eine größere, komplexere Geschichte drum herum, am besten gepaart mit Intrigen. 

Soweit ich weiß, handelt es sich bei dem Thriller ja genauer gesagt auch um einen Mystery-Thriller. Steckt also auch hier eine gewisse Portion Fantasy drin? 
Auf jeden Fall! Ohne Fantasy geht es bei mir nie. Ich habe einen Druidenorden neu erfunden, aber nicht nur das. Das Ganze habe ich gemischt mit unserer Zeit und neue Dinge hinzugefügt. Man kann es sich vorstellen, wie eine andere Welt in unserer. Sie existiert und doch weiß die Menschheit nichts davon. Das fand ich beim Schreiben immer sehr reizvoll. Innerhalb des Druidenordens herrschen ganz andere Sitten, Gebräuche und vor allem Regeln. Und um den Verstoß der Regeln geht es auch in erster Linie bei dem Thriller. Aber auch um Freundschaft, Liebe und eine gehörige Portion Mut, das eigene Leben aufs Spiel zu setzen. Vor allem habe ich mich im Bereich der Liebe ein wenig aus dem Fenster gelehnt, denn bei mir werden die beiden männlichen Hauptcharaktere ausnahmsweise ein Paar. Doch ihre Homosexualität steht mehr im Hintergrund. Im Vordergrund geht es um Intrigen, Machtspiele und um das uralte Wissen der Menschheit. 

Was das "aus dem Fenster lehnen" angeht, hast du da ja scheinbar auch deinen Spaß daran entdeckt. Gerade bist du nämlich dabei, deine „Bandbreite“ erneut zu erweitern. Unter dem Pseudonym „Isabelle Callaghan“ schreibst du neuerdings auch Gay-Short-Stories. Eine ganz andere Richtung. Wie kommst du ausgerechnet zu Gay-Stories? 
Das ist eine lustige Geschichte. Anfangen hat alles mit Fanfictions und den Forgotten Realms. Ich war so begeistert damals, dass ich meine eigene Geschichte rund um den Drow Drizzt Do’Urden und dem Meuchelmörder Artemis Entreri erfand. Als ich dann während des Schreibprozesses selbst ein paar Fanfictions las, fand ich schnell heraus, dass der Bereich „Gay“ sehr interessant war und ganz besonders weit gefächert. Mir hatten die Geschichten schließlich so gut gefallen, da habe ich es selbst ausprobiert. Und es kam bei den Lesern sehr gut an. Ich bin dann von den Forgotten Realms zu Harry Potter gewechselt und von da an war ich von dem „Gay-Fieber“ angesteckt.
Es lässt sich schwer in Worten beschreiben, aber wer von dem Fieber einmal angesteckt wird, für den ist es schwer loszulassen. Die Geschichten besitzen ihren ganz eigenen Charme und Faszination.
Und weil ich mich ungern in eine bestimmte Schublade pressen lassen möchte, entstand die Idee auch meine Gay-Stories zu veröffentlichen. 

Was hat es mit dem Namen „Isabelle Callaghan“ auf sich? Reine Fantasie oder steckt da mehr dahinter? 
In erster Linie dient der Name zur Unterscheidung für meine Leserschaft. Unter Isabelle Callaghan werde ich künftig nur „Gay-Geschichten“ veröffentlichen, während ich unter meinem realen Namen weiterhin meine Fühler in Richtung Fantasy, Mystery, Thriller und sogar Horror ausstrecken werde. 

Gibt es eigentlich jemanden oder irgendetwas, das dich beim Schreiben inspiriert? Hast du zum Beispiel bestimmte Autoren, die für dich Vorbild sind? Oder gibt es spezielle Roman-Figuren, die dich beeinflusst haben? 
Ich kann beide Fragen mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten. Mein großes Vorbild ist R. A. Salvatore und seine Figur des Drow Drizzt Do’Urden. Ebenso Margret Weis und ihre Figuren des Magiers Raistlin Majere und Dalamar.
Aber es gibt zwei Figuren, die mich ganz speziell beeinflussten, nicht nur durch ihren unbestechlichen Sarkasmus und Pragmatismus, sondern auch durch ihre Vielfältigkeit, ihre Hartnäckigkeit und ihre Widerstandsfähigkeit. Es handelt sich um die Figuren des Drow Jarlaxle und dem Meuchelmörder Artemis Entreri

Was genau begeistert dich am Schreiben? 
Ich kann mich da nur wiederholen und mich auf eine Frage weiter oben beziehen. Es ist das Eintauchen in andere Welten. Ich kann meine eigenen Welten und Charaktere erschaffen, kann sie tun lassen, was ich mir vorstelle. Nur ab und zu kommt es vor, dass sich die Charaktere und die Geschichte selbstständig machen, was dann auch gleich den Reiz am Weiterschreiben erhöht. Da kommt mir plötzlich eine Idee und schon wird alles ganz anders, als ich es ursprünglich erdachte. Das ist das, was mich ganz besonders am Schreiben begeistert. 

Wie sieht es aus, wenn Annette Eickert schreibt? Hast du einen festen Ort, an dem du am liebsten schreibst und setzt du dir feste Zeiten? Machst du dir bestimmte Vorgaben? Oder schreibst du immer dann einfach drauf los, wenn die Inspiration dich trifft? 
Das „Wann“ ist immer sehr spontan, doch meistens schreibe ich abends. Feste Zeiten gibt es nicht. UND ganz wichtig, ich muss auch Lust zum Schreiben verspüren. Wenn meine Muse eine Pause einlegt, dann muss ich das zwangsläufig auch tun.
Am liebsten schreibe ich auf dem Balkon. Je dunkler, desto besser, dann mache ich Kerzen an und versinke mit meinem MP3-Player und bewaffnet mit Block und Kugelschreiber in meine Geschichten. Weil der Balkon vor Wind und Wetter geschützt ist, klappt das auch, wenn es mal regnen sollte. Spezielle Vorgaben setze ich mir nie, da bin ich spontan, aber meine Notizen liegen immer parat. 

Einen kleinen Einblick haben wir ja schon, durch das was du bereits berichtet hast. Nämlich das es sich beim Schreiben manchmal anders entwickelt als geplant. Doch wie sieht das grundsätzlich aus? Wenn du mit einer neuen Story beginnst, weißt du schon wie es ausgehen wird? Hast du das komplette Buch von Beginn an im Kopf oder entwickelt sich die Story erst nach und nach beim Schreiben? 
Der Anfang und der Schluss sind meistens das, was ich als erstes im Kopf habe. Je nach Geschichte auch schon der Mittelteil. Aber genau lege ich mich niemals fest. Ich schreibe eigentlich immer drauf los und lasse mich selbst überraschen.
So entstand »Ynsanter« und auch meine neue Fantasy-Serie »Burning Wings«. Einen Anfang gibt es immer und auch ein Konzept. Doch das Konzept werfe ich meistens nach den ersten drei Kapiteln in den Papierkorb und schreibe, was mir dazu einfällt.
Das Einzige was ich von vorneherein immer festlege sind die Figuren, was sich aber mehr auf ihr Aussehen und ihre Namen bezieht. Doch diese stecke ich nicht in die „Gut-oder-Böse-Schublade“. Ich halte mir immer gerne eine weitere Option in der Hinterhand offen. So kann man mit den Charakteren sehr gut spielen. 

Hast du eine Lieblings-Autorin oder einen Lieblings-Autor? Und welches ist dein absolutes Lieblingsbuch? 
Mein absoluter Lieblingsautor ist R. A. Salvatore. Aber ich lese auch unglaublich gerne die Bücher von Margret Weis und Tracy Hickman
Mein Lieblingsbuch ist "Schwarzer Zauber“ von R. A. Salvatore. Gefühlte 20x gelesen und es wird sicherlich noch mal genauso oft gelesen werden. 

Welches Buch liest du selbst gerade im Moment? 
"Fünf" von Ursula Poznanski 

Erzähl uns doch noch kurz, was macht Annette Eickert, wenn sie nicht gerade Bücher schreibt oder Buch-Cover designed? Was machst du gerne in deiner Freizeit? Außer Lesen natürlich... 
Ich gehe sehr gerne ins Kino oder schaue mir die Star Trek-Serien an … denn ich bin ein sehr großer Star Trek-Fan. Im Frühjahr und Sommer fahre ich gerne Fahrrad oder besuche meinen Patenhund. Dann fahren wir zusammen Fahrrad oder gehen spazieren.
Aber ich kann auch schon mal mit einer Freundin stundenlang telefonieren, wenn wir uns eine längere Zeit nicht getroffen haben. Oder wir treffen uns und schwatzen dann erst einmal stundenlang. 

Annette, ganz herzlichen Dank, dass du dich so bereitwillig für das Interview zur Verfügung gestellt und mir, und vor allem deinen Lesern, so offen Rede und Antwort gestanden hast. Noch eine letzte Frage: Gibt es noch etwas, dass du deinen Lesern gerne persönlich mitgeben möchtest? 
Ihr seid großartige Leser! Und ich finde es immer wieder von neuem klasse, wenn sich bei den Lesern ganz unerwartet Lieblingscharaktere entwickeln und ich dann in den Rezension lese darf, wer euer Herz erobert hat. Vor allem bei der Leserunde von »Ynsanter 1« hat es mich sehr gefreut, dass Nezzir so großen Zuspruch fand. Da macht es gleich doppelt so viel Spaß sich neue Szenen auszudenken.


Na, das hören deine Leser sicher gern. Dann können wir ja schon gespannt sein, was uns noch alles erwarten wird... 

Vielen Dank an Annette Eickert für das interessante Interview und den wirklich netten und unkomplizierten Kontakt!







GEWINNSPIEL
Und nun, zum guten Schluss wollen Annette und ich euch natürlich auch das bereits angekündigte Gewinnspiel nicht vorenthalten:


Wie ihr bereits wisst, könnt ihr bei der Blogtour auch etwas gewinnen. 



Wer jeden Tag auf den teilnehmenden Blogs einen Kommentar schreibt, der wandert in den Lostopf für genau diesen Tag und hat die Chance das eBook von „Ynsanter – Pfade des Feuers“ Teil 2 zu gewinnen. 

Wer natürlich Teil 1 noch nicht gelesen hat, kann auch gerne Teil 2 gegen Teil 1 tauschen. Am besten gleich euren Wunsch am Ende eures Kommentars mitangeben. 

Zusätzlich zum Kommentar schickt ihr euren Text bitte noch einmal als Email an soul-of-dragon@gmx.de (bitte nur mit gültiger Emailadresse) und dem heutigen Datum.
Beispiel: Kommentar „Tom´s Lesewelten“ 19.05.2013 

Aber das war noch nicht alles … aufgepasst! 
Wer täglich auf den teilnehmenden Blogs einen Kommentar hinterlässt und die Blogtour auf Facebook, Twitter oder auf dem eigenen Blog bewirbt (Lovelybooks und andere Portale zählen natürlich auch), der wandert in den ganz großen Lostopf. Dazu bitte die entsprechenden Links in die Email mit euren Kommentaren einfügen. 

Jetzt fragt ihr euch natürlich, was gibt es zu gewinnen. 
Es gibt sogar gleich mehrere Dinge zu gewinnen: 

1. Platz: 20 Euro Gutschein von Amazon 

2. Platz: eine signierte Taschenbuchausgabe von „Ynsanter – Pfade des Feuers“ Teil 1 o. Teil 2 nach Wahl 

3. Platz: eine signierte Taschenbuchausgabe „Burning Wings (1) – Das Erwachen" von Annette Eickert


Viel Glück
und noch weiter viel Spaß bei der Blogtour!!!


Morgen geht es dann weiter auf dem Blog von Marion - Bücher, Bücher-vitamerlina Blog!  


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Quellen-Nachweis:
Sämtliche Fotos und Abbildungen in diesem Beitrag wurden mir freundlicherweise direkt von Annette Eickert zur Verfügung gestellt. Die Autorin hat die Nutzung der Fotos sowie der Texte persönlich autorisiert. Hierfür nochmals vielen Dank an Annette!

Kommentare:

  1. Hallo alle Zusammen und guten Morgen,

    ich finde es immer wieder spannend und interessant welche Lebensgeschichte und Einstellungen hinter den Autoren steckt.

    Besonder bei Annette finde ich interessant den Ableger ins Gay und ihren Büchergeschmack.

    LG..Karin...

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  2. Hallo,

    das Interview ist ja wirklich super interessant! Ich finde es immer sehr spannend auch ein bisschen von der Hintergrundgeschichte zu einem Buch zu erfahren.

    Freue mich schon auf Morgen! ^^

    Liebe Grüße,
    Alissa

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  3. Hallo,
    ein sehr interessantes Interview. Ich wusste gar nicht, dass es von Annette auch einen Thriller gibt.

    LG
    Christine

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  4. Hallo,
    auch wenn es schon ein Tag zu spät ist, (gestern leider durch Krankheit verhindert) das Interview ist wirklich interessant.
    Viele Grüße
    Sigrid

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