Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Freitag, 24. Mai 2013

JOANNE K. ROWLING: The Tales of Beedle the Bard [Rezension]


"Beedle´s Tales" erfüllt die 7. Etappe meiner "Lese-Challenge".....   :-)
(Mittlerweile bin ich allerdings längst auch schon weiter.)


(Bildquelle: Eigenes Foto)

Genre:

Fantasy
Kinder- / Jugendliteratur



Kurzbeschreibung:

"The Tales of Beedle the Bard contains five richly diverse fairy tales, each with its own magical character, that will variously bring delight, laughter and the thrill of mortal peril.

Additional notes for each story penned by Professor Albus Dumbledore will be enjoyed by Muggles and wizards alike, as the Professor muses on the morals illuminated by the tales, and reveals snippets of information about life at Hogwarts.

A uniquely magical volume, with illustrations by the author, J. K. Rowling, that will be treasured for years to come."   
(Quelle: Klappentext der engl. Originalausgabe - Bloomsbury)



Inhaltsangabe zur deutschsprachigen Ausgabe:

(Qelle: Verlagsbild)
"Welcher ordentliche Zauberer kennt sie nicht? In- und auswendig. 
Die großartigen alten Märchen, die Beedle der Barde für die magische Gemeinschaft gesammelt hat. Die jedem Zaubererkind zur guten Nacht vorgelesen werden. Die Hermine mit Albus Dumbledores altem Buch vererbt bekam. Und die Harry Potter fast zu spät gelesen hat. Denn ein wertvoller Hinweis daraus rettete ihm am Ende das Leben - im Kampf gegen Voldemort, dem grausamsten schwarzen Magier aller Zeiten.

Jetzt sind fünf dieser Märchen endlich auch Muggel-Lesern zugänglich. Eine Sternstunde für Millionen von Potter-Fans überall auf der Welt. Und für alle sonstigen Muggel, die einen siebten Sinn für zauberhafte Geschichten haben. Sie werden sie lieben."


Originalausgabe:
Hardcover (gebunden),  108 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Publishing
Auch als Taschenbuch & eBook erhältlich.

Deutsche Ausgabe
Gebundene Ausgabe, 128 Seiten
Erschienen im Carlsen Verlag
Auch als Taschenbuch & eBook erhältlich.

Über die Autorin:

Wer kennt sie heutzutage nicht? Kurz: J. K. Rowling... 
Es gibt wohl kaum jemanden, der von Joanne K. Rowling noch nichts gehört hat. Das K. steht im Übrigen für "Kathleen", was hingegen wohl die wenigsten wissen.
Ihre großen Erfolge mit ihrem ursprünglich für die Kleinen unter uns gedachten Zauberlehrling Harry Potter brauchen hier wohl nicht mehr extra erwähnt werden. Mittlerweile haben Groß und Klein weltweit ihn tief ins Herz geschlossen und J. K. R. gilt als eine der reichsten Frauen Großbritanniens, wenn nicht sogar weltweit!

Aus der Autoren-Info auf Amazon.de erfahren wir mehr über die Autorin:
"Wer kennt ihn nicht, Harry Potter, den modernen Zauberlehrling aus England? Wer hat nicht die Warteschlangen gesehen, jedes Mal, wenn ein neuer Harry-Potter-Band endlich in die Buchläden kam? Joanne K. Rowling, die Verursacherin dieses Hypes, wurde 1965 in Yate, einer kleinen Stadt in der Nähe von Bristol (England), geboren. An der Universität von Exeter studierte sie Französisch und Altphilologie. Bereits 1990 erdachte sie die Figur des Zauberlehrlings und deren Abenteuer, doch erst Jahre später machte sie sich an die schriftstellerische Umsetzung. Der erste Band "Harry Potter and the Philosopher's Stone" erschien am 26. Juni 1997 in einer zunächst recht kleinen Erstauflage. Der Rest ist (Literatur-)Geschichte."

Ergänzend hierzu finden wir beim Carlsen-Verlag noch ein bisschen mehr über ihre Erfolge:
"Joanne K. Rowling ist mittlerweile die weltweit wohl bekannteste Schriftstellerin. Ihre Harry-Potter-Bände sind in 73 Sprachen erschienen und über 450 Millionen mal verkauft. Joanne K. Rowling lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Schottland."

Mein Fazit:

Hmmm... Na ja....
Hmmm... Na ja!  
Was soll ich sagen, es hatte sicher einen Grund, dass ich vor Jahren, als das Buch erschien voller Erwartungen mit dem Lesen begonnen habe und dann schon nach etwa einem Drittel hängen geblieben bin.
Jahre lang hat das Buch dann geduldig in meinem Bücherregal gestanden, nun hab ich es wieder hervorgekramt. Natürlich habe ich brav von vorne angefangen. Für meine Lesechallenge brauchte ich ein Buch mit Kurzgeschichten, dazu ein nicht allzu langes, da ich doch nur die wenigen noch verbleibenden Tage bis zu einer Buchneuerscheinung überbrücken musste...

Dennoch bin ich nun nicht enttäuscht oder gar böse, dass ich das Buch noch einmal komplett gelesen habe, ist es so schlecht ja nun auch wieder nicht. Doch an die hohen Erwartungen kam es damals eben doch nicht heran. Schließlich war Joanne K. Rowlings Reihe um Harry Potter bereits eine Weile zu Ende und der Mensch als Leser noch immer ein wenig traurig, dass es nun definitiv nicht mehr weitergehen würde. Doch dann die "große Wende", kündigt sich aus heiterem Himmel ein neues Buch von J. K. Rowling  an und noch dazu eins, dass doch wieder im Zusammenhang mit der Harry Potter-Welt stehen sollte. Verständlich, dass die Erwartungen da natürlich hoch waren. 
Nun, nachdem bereits einige Jahre ins Land gegangen sind, haben die Erwartungen sich ein bisschen abgekühlt. Und so, von der Erwartung befreit, dass wir es hier mit einer Fortsetzung der Harry Potter-Reihe zu tun hätten, liest sich das Buch bei der zweiten Lektüre doch eigentlich ganz nett. 

Ein Märchenbuch eben. Ein Märchenbuch für kleine Hexen und kleine Zauberer, mit einem gewissen Bezug zu den Geschichten um Harry Potter und Voldemort
Das Buch »Die Märchen von Beedle dem Barden« spielt eine nicht unwesentliche Rolle im letzten Teil der Harry Potter-Saga und so hat Joanne K. Rowling das Buch auch "verpackt". 
Der Einband ist ganz nett gestaltet und ein wenig auf alt getrimmt. Das auf dem Foto zu sehende "angegraute" Cover hat nichts mit einer etwaigen schlechten Behandlung durch mich zu tun. Nein, das Buch kam, pünktlich zum Erscheinungsdatum, schon bereits genauso "druckfrisch angegraut" mit der Post bei mir an.  
Die einzelnen Geschichten sind schön illustriert und auch die einzelnen Seiten insgesamt recht nett verziert. Die Illustrationen stammen im Übrigen von der Autorin selbst. 
Im Anschluss an jedes einzelne der fünf Zauberer-Märchen, welche natürlich ebenso wie unsere "Muggel"-Märchen einen tieferen Sinn verfolgen und eine Moral inne haben, folgen jeweils einige Seiten mit Erläuterungen und Kommentaren von Professor Albus Dumbledor, Schulleiter der Hogwarts-Schule für Zauberei und Hexerei. Die Qualität der einzelnen Kommentare ist ganz unterschiedlich, beziehen sie sich mal auf die Moral, die Entstehung oder die Herkunft der einzelnen Märchen, mal auf kleine damit in Verbindung stehende Anekdoten aus Dumbledores eigenem Leben oder auch dem mit der Harry Potter-Welt vertrauten Leser anderen bekannten Personen. Diese mal leicht "pseudo-wissenschaftlichen", mal witzigen Abhandlungen Dumbledores empfand ich mal mehr oder auch mal weniger interessant und unterhaltsam. Insgesamt ganz nett zu lesen, stellenweise aber auch ein wenig zäh. 

Die Idee an sich ist trotzdem eine nette und auch ganz witzig umgesetzt. So ist das Buch doch tatsächlich so aufgemacht, als sei diese ganze, von J. K. Rowling erschaffene Fantasiewelt eben wirklich real. Wie in einem wissenschaftlichen Aufsatz gibt es immer wieder Fußnoten und Randbemerkungen, die sich auf andere "bekannte" Texte und Werke aus der Zaubererwelt beziehen, bestimmte Begrifflichkeiten erläutern und wie selbstverständlich Bezüge zu anderen Begriffen, Geschehnissen, Orten oder Ereignissen der Zaubererwelt herstellen. Diese Art, dieses völlig fiktive Buch als ein reales Werk darzustellen ist der Autorin wirklich gelungen.

Noch ein paar Sätze zur Sprache. Ich habe das Buch natürlich, wie alle Harry Potter-Bücher auch, im englischen Original gelesen und muss sagen, dass es mir lange nicht so leicht fiel, wie die Potter-Bücher selbst. Obwohl mein Englisch sehr gut ist, fiel es mir oft nicht ganz leicht »The Tales of Beedle the Bard« zu lesen. Ich hatte den Eindruck, dass das Buch, wie das bei Märchenbüchern eben so ist, auch sprachlichen ein wenig auf alt zurecht gemacht ist. 
Nicht, dass es nicht trotzdem gut zu lesen wäre, aber es kommt scheinbar doch der eine oder andere Begriff oder Satzbau-Weise darin vor, die wohl eher in einem älteren Englisch gebräuchlich gewesen wären. Dies machte es für mich an mancher Stelle nötig einen Satz ein zweites Mal zu lesen oder ihn einfach etwas genauer anzuschauen. 
Manchmal fand ich das etwas mühsam, bin aber trotzdem mit dem Buch gut zurecht gekommen. Das Buch ist insgesamt gut zu lesen. Wer aber mit der englischen Sprache weniger gut vertraut ist und für den vielleicht auch die Lektüre der englischsprachigen Harry Potter-Fassungen schon eher etwas "Arbeit" bedeutet hat, der ist hier möglicherweise ganz gut beraten, sich doch die deutsche Fassung von "Beedle´s Märchen" zuzulegen. 
Das ist aber sicher auch einfach Geschmackssache.

FAZIT:
Kein schlechtes Buch, aber auch nichts Besonderes.
Von mir dafür sehr gut gemeinte
*3 Sterne*

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