Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Freitag, 30. August 2013

FRANK SCHÄTZING: Mordshunger [Rezension]

Auch hier wieder eine Etappe geschafft....
Mit "Mordshunger" habe ich wieder mal ein Buch abgeschlossen, das gleich für beide meiner "Lese-Challenges" zählt. Einmal No. 5 erfüllt und einmal sogar schon Aufgabe 15 ausgeführt.....   :-)


Club-Ausgabe - vergriffen (Bildquelle: Eigenes Foto)

Genre:

Thriller / Krimi


Kurzbeschreibung:

"Mordshunger haben sie alle. Inka von Barneck auf Sex, Fritz von Barneck auf Geld und noch mehr Geld, Max Hartmann auf die Rolle seines Lebens, Romanus Cüpper auf alles, was essbar ist, und die Löwen im Kölner Zoo auf Abwechslung. 
Dann ist Inka plötzlich tot, und alle bekommen ihren Willen. Nur ganz anders, als sie dachten.

• Mit Rezepten von 15 mordsguten Kölner Küchenchefs.
"   
(Quelle: Verlagstext Goldmann Verlag)




Gebunden - Best Book Club-Ausgabe, 300 Seiten
Erschienen bei RM Buch und Medien Vertrieb GmbH
(Club-Ausgabe Im Handel vergriffen, weiterhin erhältlich in der Ausgabe von Goldmann.)



(Bild: Goldmann)
Ausgabe erschienen im Goldmann-Verlag
Erhältlich als:
- Taschenbuch
- eBook
- gekürzte Hörbuchfassung (CD & Download)
Preis: 8,95 € (Taschenbuch, 448 Seiten) 


Über den Autor:

"Frank Schätzing, geboren 1957 in Köln, Studium der Kommunikation, Creative-Director in internationalen Agentur-Networks, Mitbegründer der Kölner Werbeagentur Intevi, Musiker und Musikproduzent, debütierte 1995 mit dem historischen Roman Tod und Teufel, der schnell vom Geheimtipp zum Bestseller wurde. Nach einer Reihe von Krimis und Kurzgeschichten folgte 2000 – von der Presse hochgelobt – der Politthriller Lautlos. Der Schwarm, Schätzings fünfter Roman, erreichte wenige Tage nach Erscheinen Spitzenplatzierungen in den Bestsellerlisten, wurde u. a. nach England, in die USA, Spanien, Italien, Brasilien und Russland verkauft. Die Filmrechte gingen an Uma Thurman und die deutschen Produzenten Ica und Michael Souvignier. 2009 erschien Limit. Frank Schätzing, 2002 mit dem „KölnLiteraturPreis“ ausgezeichnet, lebt und arbeitet in Köln."
(Quelle: Autoren-Info Goldmann Verlag / Random House)

Ein interessantes Intro und Infos zum neusten Buch "Limit" finden sich auf seiner Homepage.

Mein Fazit:

Ganz nett, ich habe mich nicht gelangweilt. Obwohl die Genre-Betitelung "Thriller" in meinen Augen vielleicht doch ein wenig hochgegriffen ist.
»Mordshunger« ist eins von Frank Schätzings frühen Werken. Das zweite Buch des Autors, bereits 1996 mit damals wohl eher mäßigem Erfolg veröffentlicht. Erst nach seinem großen Erfolg mit »Der Schwarm«, wurde »Mordshunger« erneut aufgelegt und erst damit ebenfalls ein Verkaufserfolg. Keine schlechte Verkaufsstrategie.

Doch komme ich zum Buch an sich. Insgesamt wundert es mich nicht, dass das Buch beim ersten Versuch kein riesen Bestseller geworden ist, hat es den späteren Erfolg sicher doch vor allem der großen Bekanntheit des Autors zum Zeitpunkt der Neuauflage zu verdanken.
Trotzdem ist es auch kein schlechtes Buch, im Gegenteil. Mit »Mordshunger« hat Schätzing sicher keinen Riesen-Hit geschaffen, jedoch durchaus einen grundsoliden, wortwitzigen und sehr lesenswerten Krimi, der seinen Lesern ein paar kurzweilige und interessante Lesestunden beschert.

Mit einem sehr undurchsichtigen Mord gleich zu Beginn, schafft Schätzing von Anfang an eine etwas schwarz-schaurige und zugleich ominöse Atmosphäre, welche er geschickt weiter durch das gesamte Buch führt. Einen angenehmen Kontrast dazu setzt er durch sein etwas schrullig-makaberes Ermittler-Duo Cüpper und Rabenhorst, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich aber trotzdem auf einzigartige Art und Weise ergänzen. Der Autor nimmt sich genug Zeit um seine Charaktere aufzubauen, sie dem Leser näher zu bringen und ihnen Tiefgang zu verleihen, ohne dass es dem Leser dabei jedoch jemals langweilig wird. Denn bei der Beschreibung seiner Charaktere zeigt der Autor viel Humor. 
Auch insgesamt lässt der Autor viel Witz, wortgewandte Dialoge und eine gehörige Portion schwarzen Humors in seine Story einfließen, so dass sich die Spannung immer wieder abwechselt mit komisch bis makaber anmutenden Momenten und sich so Humor und Spannung zu einem wirklich lesenswerten Ganzen ergänzen. Auch schafft er immer wieder neue Verwirrung beim Leser, der wiederholt glaubt, einen Verdacht oder gar die Lösung des Falls gefunden zu haben, nur um sich dann durch eine erneut unerwartete Wendung ein weiteres Mal vom Autor an der Nase herum geführt zu sehen.
Ich könnte mir das Ganze auch gut als eine solide deutsche Krimiserie im abendlichen Fernsehprogramm vorstellen.

Eine nette Ergänzung des ganzen stellt die Cüppers Liebe (oder ist es doch die Schätzings selbst?!?) zu bester Küche und gutem Essen, die sich durch das Buch zieht und zum guten Schluss mit einer hochkarätigen Rezepte-Sammlung am Ende des Buches abschließt. Rezepte, zur Verfügung gestellt von Cüppers Lieblings-Restaurants und deren Küchenchefs. Zumindest behauptet der Autor dies in seiner Einleitung der Rezepte-Sammlung, in mir keimt ja eher der Verdacht, dass der Autor selbst des Öfteren in diesen Restaurants verkehrt......  ;-)

FAZIT:
Amüsanter Zeitvertreib! Ein netter deutscher Krimi, mit recht viel Witz und einer gehörigen Portion schwarzem Humor
*4 Sterne*

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