Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Mittwoch, 22. Oktober 2014

AUTOREN-INTERVIEW: STEPHAN LUDWIG - "Zorn: Wie sie töten"


Autor Stephan Ludwig im Interview
zum Erscheinen seines neuen Thrillers
»ZORN - Wie sie töten«


Die Zeit des Wartens hat ein Ende! Morgen, am 23. Oktober 2014 treten Zorn & Schröder wieder in Aktion und stürzen sich Hals über Kopf in ihren vierten Fall. Na ja, Schröder zumindest, wie mal zu vermuten ist. Der Herr Hauptkommissar Zorn wird es ja sicher wie immer eher "gewohnt langsam" angehen lassen.... Oder was meint ihr?!?
Na, warten wir es mal ab, vielleicht werden wir ja auch überrascht. Auch ich bin schon ganz gespannt!

Und wie gestern zu meinem zweiten Blog-Geburtstag schon angekündigt, freue ich mich natürlich ganz besonders, dass ich bereits heute, pünktlich zum morgigen Erscheinen seines neuen Thrillers »ZORN - Wie sie töten« ein ausführliches Interview mit Stephan Ludwig, dem "Vater" von Zorn und Schröder präsentieren darf.

Der Name Stephan Ludwig ist sicher für die meisten von euch kein unbekannter mehr. Denn »ZORN - Wie sie töten« ist schon sein vierter Thriller um das etwas ungleiche Ermittler-Duo Zorn und Schröder. Auch auf Tom´s Lesewelten findet ihr bereits den ein oder anderen Beitrag zu Stephan und seinen Büchern. Nicht nur die Rezensionen zu »ZORN - Vom Lieben und Sterben« und »ZORN - Wo kein Licht« durfte ich euch schon präsentieren. Ein ganz besonderes Highlight war für mich ganz sicher, Stephan auch persönlich auf einer seiner Lesungen kennen lernen zu dürfen (HIER).



Nun hat sich der sympathische Autor liebenswerterweise bereit erklärt, mir anlässlich meines Blog-Geburtstages im Interview Rede und Antwort zu stehen.


In der Autoren-Info des Fischer Verlags findet sich die folgende Beschreibung über den Autor: 
"Stephan Ludwig, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle."


Persönliche Informationen über den Autor sind im Internet, trotz seines großen Erfolges, eher spärlich. Im Interview konnte ich trotzdem noch ein bisschen mehr von ihm erfahren: 

Stephan, du bist im Internet scheinbar eher zurückhaltend. Wirklich ausführliche Infos über dich konnte ich nicht so recht finden. Auch die obige Beschreibung des Fischer Verlags ist ja eher knapp. Vielleicht möchtest du dich darum an dieser Stelle den Lesern noch einmal kurz vorstellen?
Da gibt es nicht viel, was man weiter wissen muss. Ich hab drei erwachsene Töchter, einen kleinen Sohn und eine Frau. Ich lebe ein ziemlich unspektakuläres, aber schönes Leben.

Morgen kommt ja nun endlich der, von deinen „Zorn & Schröder“-Fans lang erwartete, vierte Teil der ZORN-Reihe in die Buchhandlungen. Ja, ich weiß, wir sollen natürlich selbst lesen. Aber was kannst du uns trotzdem schon über das neue Buch erzählen?
Ich tu mich immer schwer, über die Inhalte zu reden. Gerade bei Thrillern / Krimis ist das fast unmöglich, ohne die Auflösung zu verraten. Es gibt –wie immer  einige Leichen, einiges Blut und –das bilde ich mir zumindest ein die ein oder andere Überraschung. Ach ja, witzig wird es auch zwischendurch. Hoffe ich.

Die Reihe um deinen etwas schrägen Kriminalhauptkommisar (ich weiß, er legt großen Wert auf die korrekte Anrede...) ist ja ein großer Hit geworden. Als du damals mit dem Schreiben deines ersten ZORNs begonnen hast, hast du da mit einem solchen Erfolg gerechnet?
Überhaupt nicht. Das war ja mehr oder weniger eine Schnapsidee. Und allein die Tatsache, dass ich sofort einen großen Verlag gefunden hab, war ein riesiger Glücksfall. Gut war natürlich, dass ich keinen Druck hatte (übrigens bis heute nicht) und einfach drauf los schreiben konnte.

Waren die ZORN-Titel von Beginn an als eine Serie geplant oder ist das erst durch den großen Erfolg entstanden?
Geplant war da nichts. Ich hab gemerkt, dass man mit den Figuren noch eine ganze Masse anstellen kann. Und –ein weiterer Glücksfall der Fischerverlag lässt mir völlig freie Hand, sodass ich in Ruhe weitermachen kann. Solange mir etwas einfällt. Aber im Moment bin ich da optimistisch.

Das Fortsetzen einer solchen Reihe erzeugt ja auch immer einen gewissen Druck. Der Leser erwartet mit jedem neuen Buch genauso gut und spannend unterhalten zu werden, wie beim Vorgänger, wenn nicht noch besser. Wird es jedesmal schwieriger, diesen Anspruch auch zu erfüllen?
Ich hab ja eigentlich keine Ahnung, was ich da mache. Eigentlich schreibe ich nur das auf, was ich selbst gern lesen würde. Aber man lernt ja mit der Zeit. Und man wird sicherer. Außerdem gibt es ein paar Menschen, die die Geschichten vor der Veröffentlichung lesen. Bisher hat sich niemand beschwert...

Hast du schon weitere Fälle und Szenarien für dein Ermittler-Duo im Kopf?
Kurz und knapp: Ja. Das muss ich auch, weil ich gerade den 5. Teil aufschreibe.

Was glaubst du, wie viele ZORN-Bücher wird es wohl geben? Schreibst du weiter, so lange dir neue Fälle einfallen oder ist irgendwann Schluss und du wendest dich einem ganz neuen Thema zu?
Auch das plane ich nicht. Ich warte einfach ab, bis ich das Gefühl habe, ich wiederhole mich. Bisher ist das nicht der Fall. Aber wenn es dazu kommen sollte, werde ich mir was einfallen lassen. Es macht einfach zuviel Spaß. Der fünfte Teil ist jetzt zu einem Drittel fertig. Und –damit hätte ich wirklich nicht gerechnet es gibt noch keine einzige Leiche. Und trotzdem ist es spannend.

Wie genau bist du eigentlich auf die Figur des Claudius Zorn gekommen? Er ist ja schon ein recht spezieller Charakter. Gibt es da möglicherweise „persönliche Parallelen“?
Ach Gott, das werde ich oft gefragt. Aber Parallelen gibt es nicht. Ich hab mir einfach einen Typen vorgestellt, der irgendwann feststellt, dass er seit zwanzig Jahren einen Job hat, der ihm eigentlich überhaupt keinen Spaß macht. Und sich die ganze Zeit fragt, warum er nicht aufhört (wobei man als Leser schnell merkt, dass er einfach nur zu faul und zu feige ist). Es macht Spaß, darüber zu schreiben. Mehr nicht.

Claudius Zorn hat ja auch eine... ich würde mal sagen, ganz eigene Auffassung vom Leben. Wie ist das bei dir? Hast du ein Lebensmotto und spiegelt sich das auch in deinen Büchern wider?
Nee, hab ich nicht. Deshalb spiegelt sich da auch nichts in den Büchern wider, es gibt keine Message (oder wie man das nennen will). Es soll nicht langweilig werden, das Lesen soll Spaß machen – aber das ist kein Motto, oder?

Wie oben schon erwähnt, gibt es im Internet eher weniger über dich zu lesen. Stephan Ludwig, der Autor hinter den erfolgreichen Büchern ist damit fast ein bisschen der „große Unbekannte“. Wenn ich gute Freunde von dir fragen würde, was würden sie sagen, wer Stephan Ludwig eigentlich ist?
Puh ... da musst du sie selbst fragen. Aber dazu müsstest du sie erstmal finden, haha ...

Beruflich hast du ja schon einige sehr unterschiedliche Dinge gemacht. Nun bist du mit der ZORN-Reihe sicher gut ausgelastet. Lebst du mittlerweile nur noch vom Schreiben oder machst du beruflich auch weiterhin andere Dinge?
Ich hab hier noch einen Extraraum, wo ich mein Tonstudio aufgebaut hab. Da mach ich ab und zu Musik, zum Beispiel für die Zorn-Hörbücher. Aber viel mehr nicht, den größten Teil des Tages verbringe ich vor dem Rechner und beschäftige mich mit Herrn Zorn.

Wie hat es sich der Leser vorzustellen, wenn du schreibst? Hast du einen festen Zeitplan, quasi „working nine to five“, also Schreiben Montag bis Freitag zur regulären Arbeitszeit? Und setzt du dir selbst gewisse Vorgaben oder Deadlines?
Oder schreibst du einfach drauf los, wenn dir gerade irgendeine Idee in den Kopf schießt?
Ganz spießig. Früh geht’s los, der Rechner wird eingeschaltet. Wenn`s gut läuft, werden es zwei, drei Seiten am Tag. Wenn nicht, nur ein Satz. Ein Job, ganz normale Arbeit. Wie ein Fliesenleger, der schafft ja manchmal mehr und manchmal weniger.

Wie entsteht ein Buch bei dir? Wenn du mit einem Buch beginnst, weißt du dann schon wie es ausgeht, hast also schon das „grobe Gerüst“ von Anfang bis Ende im Kopf? Oder beginnst du mit einem bestimmten Gedanken und die Handlung und Figuren entwickeln sich erst während du schreibst? 
Es gibt einen Plot, klar. Bei solchen Büchern muss man zu Beginn schon wissen, wer der Bösewicht ist, sonst wird das nix. Aber es entwickelt sich beim Aufschreiben schon weiter, manchmal passieren Dinge, die ich anfangs nicht geplant habe. Aber das macht es spannend.

Deine ZORN-Reihe ist nicht nur „schwarz auf weiß“ ein Erfolg. Der erste ZORN wurde bereits erfolgreich für das Fernsehen verfilmt. Die Dreharbeiten zum zweiten Teil sind gerade angelaufen. Wie stehst du zu den Verfilmungen? Wie zufrieden bist du mit der Umsetzung deiner Vorlage?
Der erste Film war okay. Zum zweiten kann ich nichts sagen, da ich noch nichts gesehen habe.

Wie stark bist du an der Umsetzung beteiligt. Wirst du als Autor bei den Dreharbeiten mit einbezogen? Hast du zum Beispiel ein gewisses Mitspracherecht bei der Besetzung deiner Figuren oder der Umsetzung einzelner Szenen?
Ich schreibe ja die Drehbücher, insofern hab ich einen gewissen Einfluss. Allerdings nicht auf die Besetzung. Auch bei der Umsetzung quatsche ich niemandem rein, ich bin ja kein Regisseur und warte lieber ab, bis der Film fertig ist. 

Ist schon klar, wann wir den zweiten Teil zu sehen bekommen werden?
Die Ausstrahlung ist für 2015 geplant, wann genau, ist noch nicht raus.

Stephan, das waren eine Menge Fragen, die du sehr geduldig beantwortet hast. Und wir könnten sicher noch eine ganze Weile so weiter machen. Aber irgendwann müssen wir ja leider zum Ende kommen. Gibt es noch etwas, das du den Lesern zum Abschluss gerne mitgeben möchtest?
Viel fällt mir dazu nicht ein. Vielleicht ein Motto des von mir hoch verehrten Olaf Schubert: Sei du selbst, sonst sind es andere für dich.

Ein schönes Motto, dem ist dann wohl kaum noch was hinzuzufügen....
Von meiner Seite aus auf jeden Fall an dieser Stelle schon mal einen ganz herzlichen Dank an dich, Stephan, für das interessante Interview und den wieder total netten und vor allem so unkomplizierten Kontakt! Und natürlich ganz viel Erfolg für deine beiden "Wiederholungstäter" mit ihrem vierten Fall!!! ;-)
Bleibt mir jetzt eigentlich nur noch, den Lesern das neue Werk noch einmal vorzustellen.





ZORN - Wie sie töten

(Bildquelle: Fischer Verlag)

»ICH WILL ZUSEHEN, WIE SIE STERBEN.«

Hauptkommissar Claudius Zorn und der dicke Schröder in tödlicher Gefahr!

In einer Winternacht wird ein Mensch vor die S-Bahn gestoßen. Niemand beobachtet den Mord, die Polizei geht von Selbstmord aus. Auch Hauptkommissar Claudius Zorn schenkt dem Vorfall keine Beachtung. Er ist damit beschäftigt, seinen ehemaligen Kollegen Schröder zu überreden, wieder sein Partner zu werden. Was jedoch weder Zorn noch Schröder ahnen: Der Täter ist ganz in ihrer Nähe. Und hat eine Reihe neuer Opfer im Visier. Menschen, die den beiden Ermittlern nahestehen …

Der vierte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder.
(Quelle: Verlagstext Fischer Verlag)



Erscheinungstermin:
Donnerstag,
23. Oktober 2014


»ZORN - Wie sie töten« erscheint im Fischer Verlag.
Erhältlich als:

Broschierte Ausgabe
416 Seiten, Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-596-19861-0

eBook   
416 Seiten, Preis: 9,99 €
ISBN
:
978-3-10-402960-3


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Viel Spaß mit »ZORN - Wie sie töten« 
und noch mal herzlichen Dank 
an Stephan Ludwig!!!



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Quellen-Nachweis:
Die Fotos von Stephan Ludwig wurden freundlicherweise vom Fischer Verlag zur Verfügung gestellt. Copyright: Claudia Kern
Die Abbildung des Zorn-Covers wurde ebenfalls vom Fischer Verlag zur Verfügung gestellt.



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