Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Sonntag, 8. März 2015

MICHAEL HJORTH & HANS ROSENFELDT: Das Mädchen, das verstummte [Hörbuch-Rezension]

Und wieder neue Punkte für meine Lese-Challenges!   :-)


(Bildquelle: Verlagsbild Audiobuch Verlag)

Genre:

Krimi / Thriller

Kurzbeschreibung:

"Sebastian Bergman, Kriminalpsychologe.
Konfrontiert mit seiner größten Angst:
Wieder ein Kind zu verlieren.

Die Bewohner von Torsby stehen unter Schock: Das Ehepaar Carlsten und seine zwei Söhne wurden ermordet. Aus nächster Nähe erschossen, im eigenen Haus. Kommissar Torkel Höglund und seine Kollegen von der Reichsmordkommission finden bald heraus, dass es eine Zeugin gegeben haben muss: Nicole, die zehnjährige Nichte der Carlstens. Ihre Fußabdrücke führen in den Wald. Und ihre Überlebenschancen schwinden stündlich.

Den sonst so ruppigen Kriminalpsychologen Sebastian Bergman berührt der Fall, Nicole erinnert ihn an seine eigene Tochter. Die jetzt im gleichen Alter wäre. Die er nicht retten konnte. Bergman setzt alles daran, das Mädchen zu finden. Doch Nicole wechselt ihre Verstecke planvoll, getrieben von Todesangst. Denn jemand will um jeden Preis verhindern, dass Nicole erzählt, was sie gesehen hat.
"   
(Quelle: Verlagstext rowohlt Verlag)

Ungekürzte Hörbuchfassung
Sprecher: Douglas Welbat
Laufzeit: 16h 08min
Erschienen im Audiobuch Verlag.
Erhältlich als:
- Gebundene Ausgabe
- ungekürzte Hörbuchfassung (Download)
- gekürzte Hörbuchfassung (CD & Download)
- eBook

Über die Autoren:

"Michael Hjorth, geboren 1963, ist ein erfolgreicher schwedischer Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Verfilmungen der Romane von Henning Mankell."

"Hans RosenfeldtJahrgang 1964, schreibt Drehbücher, zuletzt für die ZDF-Koproduktion «Die Brücke - Transit in den Tod». In Schweden ist er ein beliebter Radio- und Fernsehmoderator. 
(Quelle: Autoren-Infos Rohwohlt Verlag)

Über den Sprecher:

Douglas Welbat wurde 1957 als Sohn des Schauspielerehepaares Sigrid Hackenberg und Alexander Welbat in Berlin geboren. Nicht nur als erfolgreicher Hörbuchsprecher leiht er seine Stimme. Als Synchronsprecher ist er in einer Vielzahl von Film- und Fernsehproduktionen zu hören. Darüber hinaus arbeitet er auch als Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur. 

Hörproben:

Zur Hörprobe bei audible.de geht es HIER.
Zur Hörprobe beim Audiobuch-Verlag geht es HIER.
(Die Buttons unter den Covern.)

Mein Fazit:

Wieder einmal ein solides Werk des erfolgreichen Autoren-Duos. Dennoch hat es mir nicht ganz so gut gefallen, wie die Vorgänger. Der neue Fall ist spannend aufgebaut und geht gleich zu Beginn richtig zur Sache. Trotzdem hat das Buch auch seine Längen. Nicht, dass ich mich zwingen musste weiterzulesen. Es war eben der typische "Hjorth & Rosenfeldt-Stil", bei dem das Tempo stellenweise ein wenig durchsackt, der Leser aber dennoch nicht umhin kommt, einfach weiterlesen zu wollen. Diese Stellen waren mir aber diesmal doch ab und zu ein bisschen zu lang, was vermutlich der Hauptgrund dafür ist, dass das Buch für mich einen Ticken schlechter abschneidet, als die letzten Teile. 

Was das Ganze nun aber wiederum doch besonders interessant macht, ist die Tatsache, dass der vierte Teil für Sebastian Bergman persönlicher wird denn je. Er ist verdammt nah dran am Geschehen, möglicherweise zu nah. Ist sein Urteilsvermögen hierdurch noch unvoreingenommen genug, um der Lösung des Falls dienlich zu sein oder verstrickt er sich doch mehr, als für ihn gut ist?
Ein weiterer cleverer Schachzug der Autoren ist sicher auch die Tatsache, dass ein Kind eine der tragenden Schlüsselrollen inne hat. Allein das lässt die Leser ja für gewöhnlich noch intensiver am Geschehen teil haben und auch hier geht das Konzept gut auf. Zum einen wecken die Kinder unter den Opfern des Täters natürlich eine besondere Betroffenheit, vor allem aber fiebert der Leser ganz besonders mit der kleinen Nicole und ihrem Schicksal.

Wie auch schon im letzten Teil, lassen die Autoren ihre Leser wieder einmal nicht aus ihrem Bann. Denn sie "servieren" auch diesmal wieder ein äußerst erschütterndes Ende. Der Cliffhanger lässt den Lesern kaum eine andere Wahl, als schon voller Ungeduld auf Teil 5 zu warten. Wobei ich hierzu sagen muss, dass der Abschluss des dritten Teils zwar erschreckend war, mir allerdings diesmal die Richtung gar nicht gefällt, welche das Ende des vorliegenden Bandes nun einschlägt. Sicher Geschmackssache, mir persönlich ist es aber doch ein Stück zu heftig - auch wenn ich mehr hier nun mal leider nicht verraten kann....

Und last not least, brauche ich auch dieses Mal nicht allzu viel über die gewohnt gute Leistung des Sprechers Douglas Welbat zu sagen. Bereits in den Vorgänger-Bänden war ich voll des Lobes bezüglich seiner Lesung und es ist wohl kaum nötig mich hier erneut zu wiederholen. Ich war wieder einmal mehr als angetan von seiner grandiosen Interpretation des Textes. Alles Weitere hierzu kennt ihr sicher schon aus meinen Rezensionen der ersten Bände (Links siehe unten)

FAZIT:
Spannende Lektüre, die aber auch ihre Längen hat. Trotzdem sehr lesenswert, wenn auch nicht ganz so gut, wie die Vorgänger der Reihe.
*3½ Sterne*

Sebastian Bergmann-Krimis

»Das Mädchen, das verstummte« ist der lange erwartete vierte Teil der Reihe um Sebastian Bergman aus der Feder des Autoren-Duos Hjorth & Rosenfeldt. Die Fälle sind in sich abgeschlossen, doch die einzelnen Figuren entwickeln sich. Darum empfehle ich, die Bücher auf jeden Fall in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

In dieser Reihe bisher erschienen:
  • Der Mann, der kein Mörder war (Rezension)
  • Die Frauen, die er kannte (Rezension)
  • Die Toten, die niemand vermisst (Rezension)
  • Das Mädchen, das verstummte
  • Feste Feiern, wie sie fallen (Bergman-Kurzgeschichte) (Rezension)


Laut einem auf buecher.de zu findenden, sehr interessanten Autorenportrait, haben die Autoren übrigens ursprünglich angekündigt, "sie würden jedes Jahr ein Bergman-Buch schreiben und nach fünf Jahren damit aufhören". Das würde also bedeuten, dass wir uns noch in diesem Jahr auf den fünften, damit aber auch letzten Teil der Sebastian Bergman-Reihe freuen dürfen.
Ob das erfolgreiche Autoren-Gespann dieses Vorhaben, nach dem unerwartet großen Erfolg ihrer Krimi-Reihe, tatsächlich nach der Veröffentlichung des fünften Buches in die Tat umsetzen, das bleibt wohl abzuwarten. Schade wäre es wohl, aber noch glaube ich auch nicht so recht daran....  ;-)




1 Kommentar:

  1. Hallo Tom!

    Ich weiß was du mit dem "Durchsacken des Tempos" meinst, aber hier hab ich das überhaupt nicht so empfunden, eher im vorherigen dritten Band. Den fand ich bisher am schwächsten. Aber das liegt einfach auch am persönlichen Geschmack denke ich ;)

    Die beiden Autoren sind schon mutig, so einen Prota zu schaffen, finde ich. Und ich finds gut, ich kann mich gar nicht satt lesen - das ist wie durchs Schlüsselloch schauen *g*

    Der Cliffhanger am Ende, doch, das fand ich schon sehr gelungen, auf jeden Fall hats mich wieder total aus den Socken gehauen! Es war halt wieder etwas, mit dem man eigentlich überhaupt nicht gerechnet hat, obwohl sie ja schon darauf hingearbeitet haben ... wenn man dann zurückgeblickt hat.

    Wäre schon schade, wenn nach Band 5 Schluss sein soll - da bin ich ja sehr auf das Ende gespannt! ^^

    Liebste Grüße, Aleshanee

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